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BYD Sea Lion 07: Ein Seelöwe ergänzt das „Ocean“-Portfolio

Auf der Guangzhou Auto Show hat BYD das Mittelklasse-SUV „Sea Lion 07“ vorgestellt präsentiert: Ein Mittelklasse-SUV-Coupé, das vor allem auf Teslas Model Y und den VW ID.4 zielt.

Der Seal Lion 07 bietet viel mehr Radstand aber nur einige cm mehr Außenlänge als der Seal U. | Foto: BYD
Der Seal Lion 07 bietet viel mehr Radstand aber nur einige cm mehr Außenlänge als der Seal U. | Foto: BYD
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Gregor Soller

In China gelten andere Preise: Laut Carnews China soll der „Seelöwe“ im ersten Halbjahr 2024 zu Preisen zwischen 200.000 und 260.000 Yuan (das sind umgerechnet 25.000 bis 33.000 Euro) auf den chinesischen Markt kommen. Damit bliebe der teuerste Sea Lion unter dem günstigsten Tesla Model Y mit LFP-Akku, das bei 263.900 Yuan beginnt. Der günstigste VW ID.4 „Crozz“ startet bei 183.400 Yuan.

Kleinere „Seelöwen“ sollen schon in Planung sein

Auch der Sea Lion 07 nutzt Elektro-Plattform 3.0 und die integrierte Cell-to-Body-Batterietechnologie mit den sogenannten „Blade Akkus“. Nach dem Seal U ist er das zweite SUV in der Ocean-Reihe. Aber nachdem in China gerade ständig neue Marken und Submarken erfunden werden – denn nur eine neue Marke gilt dort gerade als „frisch und innovativ“ – sollen die Sea-Lion-Modelle wiederum als eigene SUV-Reihe etabliert werden. Entsprechend kann man davon ausgehen, dass Sea Lion 05 und Sea Lion 06 schon in Planung sein könnten, um das Programm nach unten abzurunden.

Welchen nehmen? Ähnliche Maße wie der Seal U

Seltsam: Der unter auf der IAA in München ausgestellte Seal U ähnelt optisch dem neuen Sea Lion 07, ist mit 4,79 Meter aber vier Zentimeter kürzer, während er beim Radstand gleich 18 cm draufpackt und 2,93 Meter statt 2,75 Meter wie der Seal U bietet. Womit der Seelöwe auch innen deutlich mehr Platz bieten dürfte.

Mittlerweile scheint die dramatisch ausufernde Markenvielfalt aber sogar manche Chinesen selbst zu stören: Auch „Car News China“ kritisiert in dem Bericht, dass die Modellbezeichnungen für die Kunden immer unübersichtlicher werden. BYD gehe damit „den Weg von Geely mit einem nie endenden Angebot an neuen Marken, Untermarken, Serien und Unterserien“. Denn neben der Ocean-Reihe gibt es auch noch die Dynastien-Reihe an, bei der die Modelle nach chinesischen Dynastien benannt sind – darunter auch die in Deutschland angebotenen Han und Tang sowie Yuan, Song und Qin. Möglich wäre aber perspektivisch auch, dass die „Ocean-Reihe“ die „Dynastien-Reihe“ ersetzt, zumal letztere international schwerer zu erklären ist.

Interessant: Alle entstanden unter dem ehemaligen Alfa-, Lancia, Seat- und Audi-Designer Wolfgang Egger entworfen. Der gebürtige Oberstdorfer ist seit 2016 Designchef bei BYD.

Ob die Sea Lion-Serie auch nach Deutschland kommt, war noch nicht zu erfahren. Zumal noch nicht genau bekannt wurde, ob und wann der Seal U nach Europa kommen könnte...

Was bedeutet das?

Mittlerweile verliert man nicht nur bei Geely etwas die Übersicht: Dort macht man Volvo mit Polestar und Zeekr Druck, während BYD jetzt binnen kurzer Zeit zwei sehr ähnlich große Elektro-SUV Coupés vorstellt, von denen der Sea Lion den Seal U schon wieder alt wirken lässt – nur, dass Letzterer auch vor nicht allzu langer Zeit vorgestellt wurde. Man darf gespannt sein, wann das mittlerweile etwas schräge Neuheitenfeuerwerk aus China wieder abebbt – an einem Punkt kann aus viel „zu viel“ werden…

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