BYD präsentiert kleinen Elektro-Schulbus

Auf Type D folgt Type A, der chinesische E-Fahrzeug-Hersteller bringt für USA eine kleinere Version seines Schulbusses. Die soll es in drei Längen geben.

Der kleine Elektro-Schulbus Type A von BYD kann auch als Stromspeicher dienen, wenn er nicht gerade im Schülertransport unterwegs ist. (Foto: BYD)
Der kleine Elektro-Schulbus Type A von BYD kann auch als Stromspeicher dienen, wenn er nicht gerade im Schülertransport unterwegs ist. (Foto: BYD)
Johannes Reichel
von Martina Weyh

Deutlich kleiner kommt der neue Elektro-Schulbus Type A des chinesischen Elektrofahrzeugherstellers BYD daher – in Längenvarianten von 22,9, 24,5 und 26,7 Fuß (knapp 7, 7,5 und 8,1 m). Der mit einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie ausgestattete BYD Type A verfügt nach Herstellerangaben über eine innovative Vehicle-to-Grid-Technologie. Das bedeutet, dass der kleine Schulbus-Stromer als Stromspeicher dienen kann, wenn er nicht gerade im Schülertransport unterwegs ist. Der Type A bietet bis zu 30 Sitzplätze und kann mit einer ADA-Hubtür ausgestattet werden, die bis zu 800 Pfund (rund 363 kg) heben kann. Die Reichweite mit einer einzigen Ladung soll bis zu 140 Meilen (225 km) betragen. Zwei Ladeoptionen stehen zur Verfügung, entweder mit bis zu 150 kW DC oder 19,2 kW AC.

„Dies ist eine zeitgemäße Lösung: BYDs batterieelektrischer Schulbus vom Type A ist so konzipiert, dass er den Schulbezirken 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht, sowohl als Fahrzeug als auch als Stromspeicher", so Stella Li, Präsidentin von BYD North America. „Die BYD-Kombination aus erstklassigen Sicherheitsmerkmalen, innovativem Design und zuverlässiger Leistung macht ihn zu einer praktischen und äußerst erschwinglichen Null-Emissions-Lösung.“

Sicherheit hat oberste Priorität

Zu den serienmäßigen Sicherheitsmerkmalen gehören eine Karosserie aus hochfestem Stahl, eine elektronische Stabilitätskontrolle zur Unterstützung des Fahrverhaltens und ein elektronisches Bremssystem, das eine gleichmäßigere Verteilung der Bremskraft gewährleisten soll. Darüber hinaus bietet BYD mit dem „Predictive Stop Arm“ eine zusätzliche Sicherheitsebene, die den herannahenden Verkehr überwacht und die Schüler beim Verlassen des Busses benachrichtigt, wann die Straße sicher überquert werden kann. Optional können die kleinen Schulbus-Stromer HSM 3-Punkt-Schultergurten, integrierten Kindersitzen und tragbaren Rückhaltesystemen ausgestattet werden.

Fahrerkomfort

Der Fahrerbereich verfügt über einen Komfortsitz, ein 16,5-Zoll-Servolenkrad und eine Teleskop-Lenksäule und leicht zu erreichende Bedienelemente. Der Fahrer kann über das Cockpit auch die Klimaanlage steuern.

Technologie

„Genau wie unser im letzten Jahr vorgestellter Typ-D-Bus ist auch unser Typ-A-Bus mit seiner bidirektionalen Ladefunktion ein Novum", sagte Samuel Kang, Leiter des Bereichs Total Technology Solutions bei BYD. „Schulbusse können über Nacht aufgeladen werden, wenn der Energiebedarf gering ist, und saubere, emissionsfreie Energie kann während der Schulzeit in die Klassenzimmer zurückgespeist werden, wenn der Bus geparkt ist, sodass die Klassenzimmer gut beleuchtet und Schüler und Lehrer mit Strom versorgt sind.“

Nach Angaben von BYD können die Kraftstoffkosten im Vergleich zu Dieselbussen um bis zu 60 % reduziert werden. Auch auf die Wartungskosten ergibt sich ein positiver Effekt – durch die geringere Anzahl von beweglichen Teile und deutlich weniger Vibrationen können diese ebenfalls um bis zu 60 % gesenkt werden.

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