BYD eröffnet größte Akkufertigung der Welt

Der chinesische Autohersteller BYD hat in der Provinz Qinghai eine neue Akkufabrik für Elektroautos eröffnet. Bei Vollauslastung ab 2019 soll das Werk mit 24 Gigawattstunden (GWh) Kapazität die größte Batteriefabrik der Welt sein.

BYD-CEO Wang Chuanfu präsentierte auf einer Gala die nächsten Schritte in die Zukunft. | Foto: BYD
BYD-CEO Wang Chuanfu präsentierte auf einer Gala die nächsten Schritte in die Zukunft. | Foto: BYD
Gregor Soller

Wie die Plattform automobil-produktion.de berichtet, erhöht China die Schlagzahl in der Akkufertigung weiter: Neben CATL soll BYD der am stärksten wachsende Batterieproduzent der Welt. Der Autohersteller (BYD steht tatsächlich für “beyond your dreams“) begann bereits vor einigen Jahren mit der Akkuproduktion und soll aktuell die Ausgliederung des Batteriebereichs in einen eigenen Geschäftsbereich vorbereiten. In der Provinz Qinghai eröffnete man jetzt eine neue Batteriefabrik, die im Laufe des Jahres 2019 auf eine jährliche Produktionskapazität von 24 GWh kommen soll. 

Laut automobil-produktion.de soll Konzernchef Wang Chuanfu in einem Statement hervorgehoben haben, dass im neuen Werk auf „Weltklasse-Niveau“ produziert wird, das natürlich unter maximalem Automatisierungs- und Informationsgrad. Der BYD-Chef rechnet aufgrund hoher Fördermaßnahmen weltweit mit starkem Wachstum bei den E-Fahrzeugen.  

BYD gehört neben Tesla und Geely zu den wenigen großen Autoherstellern, die hohe Summen in eine eigene Batteriefertigung investieren. Laut IHS Markit liegt die Produktionskapazität von BYD im Batteriebereich derzeit bei 16 GWh. Bis 2020 will man den Ausstoß auf 60 GWh steigern. Dazu investiert der Autobauer insgesamt rund 3,8 Milliarden US-Dollar.

Was bedeutet das?

Wie Geely und Tesla sieht BYD die Akkutechnik als Ganzes als strategischen Zukunftsbaustein, während die meisten Pkw-Hersteller die Akkus nach ihren Vorgaben zukaufen – so zuletzt auch BMW beim chinesischen Hersteller CATL. Man wird sehen, welche Relevanz die Zellproduktion in der Autoindustrie künftig haben wird.

 

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