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BYD: Edel-Tochter Yangwang stellt Luxuslimosine U7 vor

Es wird immer enger für die deutschen Premiums in China: Denn nach dem Nio mit dem ET9 steigt auch BYD in die Luxusklasse ein: Die fast 5,27 Meter lange Luxuslimo Yangwang U7 leistet bis zu 960 kW.

Mit fast 5,3 Metern Länge hat der Yangwang U7 S-Klasse-Format. Hier mit Aerorädern. | Foto: Yangwang
Mit fast 5,3 Metern Länge hat der Yangwang U7 S-Klasse-Format. Hier mit Aerorädern. | Foto: Yangwang
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Gregor Soller

Das Luxussegment war bislang auch in China noch eine sichere Burg für S-Klasse und Co. Interessiert die einheimischen Hersteller aber nicht mehr, wie man am vollelektrischen Yangwang U7 von BYD sieht, die mit vier E-Maschinen bis zu 960 kW locker macht. BYD hatte seine Luxusmarke Yangwang im Januar 2023 erstmals präsentiert. Das erste Modell, der Hardcore-Offroader Yangwang U8, der weit über drei Tonnen Leergewicht hat und sich am Landrover Defender orientiert, wurde bereits auf dem chinesischen Markt eingeführt. Ob BYD seine Yangwang-Stromer künftig auch exportieren wird, ist noch nicht bekannt.

Das MIIT: Demokratische Präsentationsplattform für die Kunden

Interessant und überraschend demokratisch ist immer wieder die Tatsache, dass man neue Modelle dem chinesischen Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) präsentieren muss, das dann regelmäßig eine Zusammenfassung der neuen und kommenden Fahrzeugmodelle veröffentlicht. So sollen die chinesischen Verbraucher mit einheitlichen Angaben zu den Modellen vergleichen können. Daher werden oft viele Daten bekannt, bevor der Hersteller das Fahrzeug selbst offiziell vorstellt. Beim MIIT stehen die Autos in derv Regel alle in Dreviertelansicht vor grauem Grund, dazu kommen Fotos von Front, seite und Heck – nicht unbedingt aber vom Interieur.

Der U7 soll 5.265 Millimeter lang, 1.998 Millimeter breit (ohne Außenspiegel!) und 1.517 Millimeter hoch bauen, den Radstand gibt BYD mit üppigen 3,16 Metern an – für viel Beinfreiheit im Fond. Der Akku soll über 100 kWh bieten. Den cW-Weret gibt das MIIT aktuell mit 0,195 an, ohne aber die Stirnfläche zu nennen. Optisch orientiert er sich klar an Seal und Co. das dürfte auch für den Innenraum gelten.

Verrückt: Fast 3,1 Tonnen Leergewicht!

Nix gekonnt hat Yangwang beim Gewicht: Leer soll der U7 ab 3.095 kg wiegen, abhängig von der Ausstattung. Hier schlagen die vier E-Maschinen und der große Akku zu Buche. Jeder der vier Elektromotoren soll 240 kW leisten, die Systemleistung wird im Zulassungsantrag mit 960 kW angegeben.

Zur Batterie selbst gibt es nur wenige Angaben: Sie kommt aus dem eigenen Haus und nutzt eine LFP-Zellchemie. Der Energiegehalt noch nicht bekannt. Die Plattform „Car News China“ spekuliert aber, dass der U7 in der Basis auch das 80-kWh-Akkupack des Yangwang U9 verbaut haben könnte, womit es aber in Sachen Reichweite knapp werden dürfte. Schon aus Prestigegründen erarten wir deshalb eine 100-kWh-+-Option.

Über Interieur und Ausstattung der Luxuslimousine wurde noch nicht viel kommuniziert. Der Yangwang U7 soll über ein großes Panorama-Schiebedach, einen elektrisch ausfahrenden Heckspoiler und eine ins Dach integrierte Lidar-Einheit verfügen. Optional soll es Aeroräder, diverse Farben bei den Bremsen und digitale Außenspiegel geben. Die Preise sollen im Bereich von einer Million Yuan (umgerechnet derzeit knapp 129.000 Euro) liegen.

Was bedeutet das?

China greift jetzt auch im Luxussegment nach den Sternen - und das im Wortsinn: Mit großen und schweren Limousinen, die in Sachen Effizienz leider keine Maßstäbe setzen oder neue Ideen bringen würden. Hier ist ein Lucid Air zigmal innovativer. Aber für Audi, BMW und Mercedes-Benz dürfte das Klima in China noch rauer werden.

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