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BYD baut E-Auto- und Akku-Giga-Factory in Ungarn

Statt in Deutschland will der chinesische Volumenhersteller jetzt in Ungarn eine E-Auto-Fabrik bauen. Und damit seine Modelle deutlich günstiger in den Markt bringen. Eine Kampfansage an die hiesigen Hersteller.

Auf der IAA trumpfte BYD mit einem großen Stand auf und zeigte sein komplettes Portfolio, unter anderem den Kompaktwagen Dolphin. | Foto: J. Reichel
Auf der IAA trumpfte BYD mit einem großen Stand auf und zeigte sein komplettes Portfolio, unter anderem den Kompaktwagen Dolphin. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Der chinesische E-Auto- und Batteriehersteller BYD hat den Bau einer ersten Fabrik in Europa angekündigt, die jetzt in Ungarn entstehen soll. In Szeged sollen künftig sowohl Akkus wie auch E-Autos entstehen. Bereits heute baut der Anbieter in Komaron Elektrobusse, die auch in Europa sehr gefragt sind. Dabei soll es sich um eine der größten Investitionen in der ungarischen Geschichte handeln, wie der ungarische Außenminister Peter Szijjarto erklärte, ohne eine konkrete Summe zu nennen.

Es wird damit gerechnet, dass der Schritt dem Unternehmen deutlich günstigere Bepreisung der E-Modelle ermöglichen wird, die bisher auch von Zöllen und Transportkosten in die Höhe getrieben werden. Erstere könnten noch höher ausfallen, weil die EU aktuell ein Verfahren gegen chinesische Hersteller angestrengt hat, bei dem es um unzulässige staatliche Subventionen und eine Benachteiligung europäischer Anbieter geht. Die drohenden höheren Zölle könnte BYD mit einer lokalen Fabrik umgehen.

Ursprünglich hatte man sich auch in Deutschland Hoffnungen auf die Ansiedlung gemacht. Ford hatte die Übernahme des obsolet gewordenen Werks in Saarlouis angestrebt. Offenbar konnte man sich aber nicht einigen. Ungarn ist generell ein beliebter Standort für Automobilfertigungen: Audi und Mercedes fertigen ebenfalls E-Autos und BMW baut aktuell ein E-Auto-Werk in Debrezen.

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