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Bunte Mischung: VISION mobility Think Tank 2 auf der Hypermotion

Bei den drei Talkrunden des VISION mobility Think Tanks kam es zu interessanten Vorträgen und Diskussionen zu den Themen Mobility on demand und Mobility Services.

Unterschiedliche Ansätze: Daniel Kraus (FlixBus), Gregor Soller (HUSS Verlag), Lukas Folianty (Moovel) und Andrew Han (NewMotion). | Foto: Messe Frankfurt/ P. Sutera
Unterschiedliche Ansätze: Daniel Kraus (FlixBus), Gregor Soller (HUSS Verlag), Lukas Folianty (Moovel) und Andrew Han (NewMotion). | Foto: Messe Frankfurt/ P. Sutera
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Gregor Soller

Bei den VISION mobility Think Tanks ging es um je einen spannenden Überbegriff, der von je drei Vortragenden unterschiedlicher Branchen beleuchtet und diskutiert wurde. In der zweiten Talkrunde ging es um die Themen Mobility on demand und Mobility Services, die von Daniel Kraus, einem Mitgründer und CIO von Flixbus, Lukas Foljanty, Manager Smart Cities der Moovel Group und Andrew Han, Manager Deutschland von The New Motion diskutiert wurden.

Die Sichtweisen waren hier so unterschiedlich wie die Unternehmen: Auf der einen Seite positionierte sich hier glasklar Daniel Kraus, der seinen Fokus auf den Ausbau und die Verfeinerung des Fernbusgeschäftes richtet. In diesen Zeiten erfrischend klar war die Aussage, das FlixBus eben Busverkehre organisiere, während man die Digitalisierung und das Finden zusätzlicher Services ausschließlich mit Partnern betreibe. Um aber die Mobility Services und das Thema Mobility on demand weiter zu vertiefen, plane man im nächsten Step, eben auch mittelgroße und kleinere Städte ins Flixbus-Netz einzuweben. Dazu wolle man über Europa hinaus in die USA und nach Russland expandieren. Schon heute habe man im Übrigen die Zahl von 100 Millionen beförderten Personen pro Jahr in Sichtweite, womit der Fernbus schon heute zu den drei wichtigsten Verkehrsmitteln in Sachen Personenbeförderung zähle.

Vom individuellen Pkw-Verkehr her näherte sich dagegen New Motion-manager Han dem Thema: Sein Unternehmen ist für Ladetechnik bekannt und wurde erst 2017 von Shell übernommen. Doch New Motion sieht seine Zukunft nicht mehr nur in der Konzeption und dem Herstellen von Ladelösungen, sondern möchte sich auch mit Shell zum Mobilitätsanbieter weiterentwickeln. Schon jetzt kooperiere man dazu mit Tankkartenbetreibern oder dem Carsharing-Betreiber Clever Shuttle. Die mobilen Dienstleistungen sieht Han als nächsten Schritt in der Wertschöpfungspyramide, die für New Motion bei der Entwicklung und dem Aufstellen von Lademöglichkeiten begann. Doch auch hier bleibt der Schuster bei seinen Leisten: Die Spitze seiner Mobilitäts-Pyramide sieht Han in individuellen Abrechnungsmodelle und Energiemanagement, Stichwort Vehicle-to-grid, das man ebenfalls weiterentwickeln wolle.

Im wahrsten Sinne des Wortes „zwischen“ Han und Kraus stand hier Lukas Folianty, der mit Moovel die „ultimative“ App für jegliche Art der Mobilität etablieren möchte: Zwar ist Moovel eine Daimler-Tochter und nutzt natürlich bevorzugt die Services und Möglichkeiten, die Daimler mit Car-to go oder My Taxi anbietet. Darüber hinaus kooperiert man mit diversen Verkehrsverbünden. Das Ziel ist die ultimative Mobilty-on-Demand App, mit der sich überall und zu jederzeit jedes Verkehrsmittel buchen lässt. Als White Label-Lösung im Look and Feel der jeweiligen Verkehrsunternehmen ist Moovel Transit gedacht, das für die Städte und Nahverkehrsverbünde gedacht ist. Auf Nachfrage bestätigt Folianty auch, dass Moovel sich hier tatsächlich als Dienstleister für das „große Ganze“ sieht und vor Ort den bekannten Marken und Verkehrsgesellschaften den Vortritt lasse und sich dann allenfalls um die Verknüpfung „powered by moovel“ kümmern wolle. Einzige Krux an Moovel: Noch immer ist das Ganze ein Flickenteppich, der nicht flächendeckend durchgewebt ist. Diese Lücken zu schließen, ist natürlich die spannendste Aufgabe von Moovel.

Da sich die Teilnehmer dem Thema Mobility on demand von so unterschiedlichen Seiten annäherten, fanden sie auch schnell einen Konsens: Mobilität wird künftig noch individueller auf einzelne Bedarfe ausgerichtet sein, wozu eine einfache Nutzungsmöglichkeit ebenso gehört, wie ein Angebotsnetz, dass dicht genug gewebt, aber dabei nicht verwirrend ist.

Was bedeutet das?

Mobility on demand beinhaltet im Idealfall „die eine App“, mit der jegliche Art der Fortbewegung gebucht werden kann. Spannend ist dabei, wie unterschiedlich man sich dem Thema nähern kann: Dabei reichen die Möglichkeiten vom Fernzug oder -bus über den ÖPNV bis zum Miet- oder Sharing-Angebot.

 

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