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Bosch: Saarland und Rheinland-Pfalz wollen bei Wasserstoff kooperieren

(dpa/lrs) Bosch produziert serienmäßig Wasserstoffkomponenten für Fahrzeuge. Wie solche neuen Produkte schneller im Markt an den Mann gebracht werden können? Darum ging es bei einem hochrangigen Besuch.

Geben Wasserstoff: Malu Dreyer (SPD, l), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und Anke Rehlinger (SPD), Ministerpräsidentin des Saarlandes, bei einem gemeinsamen Besuch beim Automobilzulieferer Bosch. Neben ihnen steht Oliver Frei, Werkleiter der Robert Bosch GmbH Homburg. | Foto: dpa/Birgit Reichert
Geben Wasserstoff: Malu Dreyer (SPD, l), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und Anke Rehlinger (SPD), Ministerpräsidentin des Saarlandes, bei einem gemeinsamen Besuch beim Automobilzulieferer Bosch. Neben ihnen steht Oliver Frei, Werkleiter der Robert Bosch GmbH Homburg. | Foto: dpa/Birgit Reichert
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Johannes Reichel

Rheinland-Pfalz und das Saarland wollen prüfen, ob sie die Vermarktung und Anwendung neuer Wasserstofftechnologien besser fördern können. «Wasserstoff ist Zukunftsmusik. Und wenn es uns dabei gelingt, eine saarländischen-rheinland-pfälzische Melodie zu schreiben, dann haben wir für die Menschen in unserer Region sehr, sehr viel erreicht», sagte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger am Montag bei einem gemeinsamen Besuch mit ihrer Amtskollegin aus Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (beide SPD), beim Automobilzulieferer Bosch in Homburg im Saarland.

An dem Standort könne man erleben, wie Wasserstoff-Komponenten erfunden und zur Serienreife gebracht würden. «Und deswegen geht es eben jetzt darum, dass wir diese Technologie nicht ausbremsen, dass sie nicht stecken bleibt in ihrem jetzigen Entwicklungsstand, sondern noch mehr in den Markt eintreten kann und dafür auch die erforderliche Infrastruktur geschaffen wird», sagte Rehlinger. Dazu haben man sich ausgetauscht. «Und ich glaube, wir können da mit unseren beiden Ländern einen großen Beitrag dazu leisten», sagte Rehlinger.

Es gehe darum, wie Politik mithelfen könne, dass der «Markthochlauf» dann so sei, «dass entwickelte Produkte auch dann an den Mann und Frau kommen», sagte Dreyer. Die Unternehmen sähen, dass das bisher zu langsam laufe. «Deswegen wird es um diese Frage in Zukunft gehen: Braucht man Förderungen, um es zu optimieren, zu beschleunigen?» Und darum, wie besser vernetzt werden könne.

Keine isolierte Betrachtung

Am Bosch-Standort Homburg sind rund 4400 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 1300 Rheinland-Pfälzer. Das zeige, «dass wir natürlich Industrie niemals isoliert betrachten können, sondern immer nur gemeinsam», sagte Dreyer. Sie und Rehlinger hätten gemeinsam schon etliches unternommen, um das Thema Wasserstoff voranzutreiben, sagte sie. 

Mit Blick auf den Wandel zur Elektromobilität sieht sich der Automobilzulieferer Bosch mit seinen Wasserstoffaktivitäten im Werk Homburg als Vorreiter in der Region. Mehrere Komponenten mobiler Brennstoffzellen, die in Fahrzeugen als Energielieferant für Elektromotoren dienen, werden bereits serienmäßig gefertigt. Auch Komponenten für Wasserstoff-Tanksysteme stehen auf dem Programm. 

Zudem ist auf dem Werksgelände seit 2021 ein Wasserstoffkreis als Pilotanlage aufgebaut worden: von der Produktion von grünem Wasserstoff über dessen Speicherung bis zur Nutzung für Brennstoffzellen-Pkw und wasserstoffbetriebene Schlepper und Stapler sowie für industrielle Prozesse.

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