Bosch reduziert Anteil an Nikola Motors ebenfalls

Bosch hat seine Anteile am mittlerweile börsennotierten US-Unternehmen von zuletzt 6,4 auf 4,9 Prozent reduziert - trotzdem hält Iveco an den Plänen zur Kooperation des "Tre" fest und führt das Joint Venture wie geplant weiter.

Der Nikola Tre soll in Ulm gebaut werden. Aktuell hat Iveco die ersten fahrfähigen Prototypen in die USA verschifft. | Foto: Nikola Motors
Der Nikola Tre soll in Ulm gebaut werden. Aktuell hat Iveco die ersten fahrfähigen Prototypen in die USA verschifft. | Foto: Nikola Motors
Gregor Soller

Bosch soll künftig die Brennstoffzellen für die in Europa ausgelieferten Lkw von Nikola bereitstellen. Zuerst sollen im Laufe des Jahres 2021 aber Batterie-Fahrzeuge auf den Markt kommen, die Nikola zusammen mit Iveco in Ulm produziert. Basis dafür ist der Iveco Stralis S-Way. Die Brennstoffzellen-Lkw will Nikola dann ab 2023 auf die Straßen bringen. Ob dazu Bosch die Komponenten dann auch liefern wird, bleibt abzuwarten, denn Bosch hat seine Anteile bei Nikola jetzt reduziert. Ein Bosch-Sprecher in den USA erklärte, dass das anfängliche Investment in das Start-up vor allem dazu gedacht gewesen sei, die Entwicklung der Wasserstoff-Technologie voranzutreiben. Nach einer aktienrechtlich festgelegten Haltedauer habe man sich von einem Teil der Papiere getrennt. Einen Grund für die künftig geringere Beteiligung nannte der Sprecher allerdings nicht.

In den USA will Nikola von General Motors Brennstoffzellen-Technik beziehen. Dies ist einer aktuellen Mitteilung nach weiter geplant, doch die Verträge sind bisher noch nicht unterschrieben. Einen Schlussstrich haben GM und Nikola aber bereits unter den Pickup Badger gezogen, den GM in seinen Werken für Nikola hätte produzieren sollen.

Iveco hält laut einem Insider am geplanten Jonit Venture zum "Tre" fest, heißt: In Ulm wurde mittlerweile die Halle, in der einst der Stralis gefertigt wurde, wieder zur Montage für schwere Lkw "zurückverwandelt" und auch am Zeitrahmen habe sich nichts geändert: Mittlerweile sollen mehrere fahrfähige Prototypen mit Nikola-Technik in die USA verschickt worden sein.

Was bedeutet das?

Man darf gespannt sein, wie sich Nikola weiter entwickelt: Laut einem Insider von Iveco hätte man durch das Joint Venture mit Nikola in der Brennstoffzellentechnik einen Vorsprung von zwei bis drei Jahren erreicht. Man darf gespannt sein, ob sich der nach den letzten Geschehnissen noch halten lässt.

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