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Bosch ConnectedWorld: Kongressmotto in die Tat umgesetzt!

Bosch gründet neues Geschäftsfeld Connected Mobility Solutions und treibt den Wandel hin zum Anbieter von integrierten Mobilitätsservices weiter voran.

Bosch-Vorstand Denner bei der Keynote-Ansprache: Mit dem neuen Geschäftsfeld verbindet der Konzern auch eigene Sparten und neue Services. | Foto: Bosch
Bosch-Vorstand Denner bei der Keynote-Ansprache: Mit dem neuen Geschäftsfeld verbindet der Konzern auch eigene Sparten und neue Services. | Foto: Bosch
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Gregor Soller

Nachdem Bosch in diversen Einzelbereichen wie Smart Home, Elektromobilität und Fahrzeugtechnik aktiv ist, gilt es nun, all diese Bereiche intelligent zusammenzuführen. Dafür hob man den neuen Geschäftsbereich „Connected Mobility Solutions“ aus der Taufe, in dem mehr als 600 Mitarbeiter künftig digitale Mobilitätsdienstleistungen entwickeln und vertreiben sollen. Dazu gehören auch Sharing-Angebote, Mitfahrservices und auf Vernetzung basierende Service-Angebote für Autofahrer. „Vernetzung wird die Art, wie wir uns fortbewegen, grundlegend verändern und dabei helfen, die Verkehrsprobleme von heute zu lösen. Mit ihr wird unsere Vision einer emissionsfreien, stressfreien und unfallfreien Mobilität Realität“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, anlässlich der IoT-Konferenz Bosch ConnectedWorld 2018 in Berlin.

Interessant ist Boschs Einstieg in die Welt des Ride-Sharing: Bis 2022 soll die Anzahl der Nutzer von Ride Sharing weltweit um 60 Prozent auf 685 Millionen steigen (Quelle: Statista). Bisher wenden sich die Angebote zumeist direkt an Menschen, die zufällig in die gleiche Richtung fahren oder spontan eine Fahrt buchen möchten; Unternehmen und Pendler sind dagegen weniger im Fokus. Und genau hier setzt das US-Startup SPLT an. Das von Bosch übernommene Unternehmen hat eine Plattform entwickelt, mit der Unternehmen, Universitäten oder Stadtverwaltungen Fahrgemeinschaften für ihre Mitarbeiter organisieren können. Mit dem B2B-Ansatz werden somit gezielt Pendler erreicht. Konkret bringt SPLT via App Menschen zusammen, die den Weg zum gleichen Arbeits- oder Studienort gemeinsam zurücklegen wollen. Ein Vorteil: Die Fahrgemeinschaft wird von Kollegen gebildet. Mitfahrer müssen somit nicht zu völlig Fremden ins Auto steigen. Binnen Sekunden findet ein Algorithmus die passende Fahrgemeinschaft, berechnet den schnellsten Weg durch den Verkehr und übernimmt die früher aufwändige Koordination von Abfahrtsort, Abfahrtszeit, bester Strecke und Mitfahrern. „Mit der Vernetzung denken wir nicht nur Autos neu, sondern auch die Art, wie wir Verkehrsmittel nutzen“, so Denner weiter.

Ebenfalls gestärkt wird das Geschäft mit vermieteten Zweirädern: Bereits seit 2016 verleiht die Bosch-Tochter Coup Elektroroller in Berlin, 2017 folgte Paris. 2018 geht das eScooter-Sharing in Madrid an den Start. In Summe sind dann 3 500 Elektroflitzer unterwegs. „Digitale Services werden das elektrische Fahren beschleunigen“, sagte Denner. Der Bosch-Chef präsentierte auf der IoT-Konferenz „system!e“, ein Gesamtsystem aus vernetzten elektrifizierten Antriebskomponenten und neuen Servicelösungen für Elektroautos. Technisch verknüpft Bosch dafür den elektrischen Antrieb mit der Bosch Automotive Cloud Suite. Auf Basis dieses Zusammenspiels entwickelt das Unternehmen internetbasierte Services. Das intelligente Elektroauto weiß beispielsweise künftig ganz genau, wann ihm der Strom ausgeht, aber auch, wo neuer Strom zu holen ist. Denn das Geschäftspotenzial im Bereich Vernetzung ist enorm: Bis 2025 könnten mehr als 470 Millionen vernetzte Fahrzeuge weltweit unterwegs sein (Quelle: PwC). Bereits in vier Jahren soll das Marktvolumen für Mobilitätsdienste und digitale Services 140 Milliarden Euro betragen (Quelle: PwC). „Das vernetzte Fahren ist für Bosch ein Wachstumsfeld. Bosch strebt mit seinen Lösungen ein deutlich zweistelliges Wachstum an“, hofft Denner. Der neue Geschäftsbereich soll das bestehende Service-Portfolio weiter ausbauen. Mobilitätsservices von Bosch warnen beispielsweise Autofahrer vor Falschfahrern oder machen das Smartphone zum Autoschlüssel. Jüngster Neuzugang ist der Mitfahrservice des von Bosch übernommenen US-Start-ups Splitting Fares Inc. (SPLT). Denner stellte in Berlin zudem „system!e“ vor. Vernetzte Services für Elektromobilität sollen die Alltagstauglichkeit des elektrischen Fahrens für den Massenmarkt weiter steigern.

Was bedeutet das?

Bosch lässt dem Kongressmotto Taten folgen: Auf der Bosch ConnectedWorld stellt man den Geschäftsbereich Connected Mobility Solutions vor, der die vielen einzelnen Aktivitäten des Konzerns mit weiteren Services und Dienstleistungen verbindet und so für eine „Connection“ innerhalb des Konzerns sorgt. Womit das Unternehmen sehr gut für die vielfältige und verbundene Zukunft gerüstet sein dürfte.

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