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Bosch beerdigt den Autoschlüssel

Das schlüssellose Zugangssystem von Bosch funktioniert mit einem virtuellen Schlüssel, der im Smartphone gespeichert ist.

Das Smartphone ist Boschs neuer Autoschlüssel. | Foto: Bosch
Das Smartphone ist Boschs neuer Autoschlüssel. | Foto: Bosch
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Gregor Soller

Bei Bosch wird das Smartphone zum Autoschlüssel. Dabei funktioniert das schlüssellose Zugangssystem mit einem virtuellen „Schlüssel“, der im Smartphone gespeichert ist. Im Auto fest verbaute Sensoren sollen dann das Device des Besitzers so sicher wie einen Fingerabdruck erkennen und öffnen das Fahrzeug nur für ihn. Ein digitales Schlüsselmanagement verbindet die App und das Fahrzeug über eine Cloud. Vorausgegangen war dem eine lange Entwicklungs- und Forschungsreise, auch zuletzt schon mit Keyless-Go-Systemen, die aber gehackt werden konnten und so immer im Wettlauf mit den Softwareanwendungen von Dieben standen. Denn bei klassischen Keyless-Entry-Systemen steckt der Komfortschlüssel weiterhin in der Hosen-, Anzug- oder Jackentasche. Zum Öffnen der Tür und Starten des Motors kommuniziert er mittels Funk im LF- oder UHF-Frequenzbereich (Low Frequency, Ultra High Frequency) mit dem Auto. Im Wettlauf mit den Dieben entwickelt die Automobilbranche diese Systeme permanent weiter. Das kommt einem Marathon gleich. Und den guten alten Autoschlüssel? Steckte man gern immer in die falsche Tasche oder Hose.

Einzige Krux des virtuellen Schlüssels: Was tun, wenn der Smartphone-Akku den Geist aufgibt oder wenn man das Smartphone liegen lässt? Womit das Smartphone für Diebe übrigens nochmals interessanter wird – insofern könnte der Wettlauf auch künftig weitergehen. 

Was bedeutet das?

Bosch hat einen großen und sinnvollen Schritt zum Schlüsselersatz getan – wird aber das Wettrennen zwischen Autoeigentümern und -dieben vielleicht trotzdem nicht stoppen können...denn merke: jede Mechanik oder Software ist nur so gut wie der, der sie zu überlisten versucht!

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