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BMW zeigt 720-PS-Stromer

Der Versuchsträger „Power BEV“ soll das technisch Machbare ausloten.

MIt dem Versuchsträger möchte BMW das Machbare ausloten: Längs- und querdynamisch! | Foto: BMW
MIt dem Versuchsträger möchte BMW das Machbare ausloten: Längs- und querdynamisch! | Foto: BMW
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Gregor Soller

Das Fahrzeug auf Basis des aktuellen Fünfer verfügt über drei E-Maschinen der fünften E-Antriebsgeneration. Insgesamt kommt es so auf eine maximale Systemleistung von über 530 kW/720 PS. So angetrieben kann der umgebaute Fünfer von 0 auf 100 km/h in deutlich unter 3 Sekunden beschleunigen. Wichtig:  Der gesamte Fahrgastraum blieb ohne Einschränkungen erhalten. Dies erleichtert deutlich die Beurteilung des Antriebskonzepts im Vergleich mit anderen. Die Ingenieure konnten so auch noch besser analysieren, welche Möglichkeiten zwei getrennt ansteuerbare E-Maschinen an der Hinterachse mit E-Torque-Vectoring eröffnen.

Ziel war es, einen Versuchsträger aufzubauen, der nicht nur längsdynamisch, sondern auch querdynamisch beeindruckend fährt. Hier haben Fahrwerks-Entwicklung und Antriebs-Entwicklung besonders eng Hand in Hand gearbeitet, um das Maximum an Performance zu ermöglichen. Entscheidend für die fahrdynamischen Qualitäten ist der Umstand, dass die beiden E-Maschinen an der Hinterachse getrennt ansteuerbar sind. So ist ein E-Torque-Vectoring darstellbar, dass auch bei hochdynamischen Fahrmanövern möglichst viel Antriebsleistung in Vortrieb umsetzen kann. Der Effekt ist wirksamer und feinfühliger als bei einem Sperrdifferenzial, weil aktiv gezielte Eingriffe in jeder Fahrsituation möglich sind, während ein Sperrdifferenzial immer auf einen Drehzahlunterschied an den Antriebsrädern reagiert.

Beim Antrieb handelt es sich um drei E-Maschinen der fünften Generation bei denen je ein Elektromotor mit der dazugehörigen Leistungselektronik und dem Abtrieb in einem gemeinsamen Gehäuse sitzt. Einer ist an der Vorderachse eingebaut, zwei an der Hinterachse – ausgeführt als Doppel-Antriebseinheit. Neben der Leistung ist bei dieser Generation bemerkenswert, dass sie völlig ohne seltene Erden auskommt. Erstmals in Serie geht eine solche E-Maschine mit dem BMW iX3 – wohlgemerkt eine pro Fahrzeug.

Was bedeutet das?

BMW erfindet „Freude am Fahren“ gerade neu – und stellte dazu ein elektrisierendes Testfahrzeug auf die Räder.

 

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