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BMW und Jaguar Land Rover kooperieren bei künftiger E-Antriebstechnologie

Back to Britain: BMW und Jaguar Land Rover bündeln ihre Kräfte, um Elektroantriebe der nächsten Generation zu entwickeln.

Die gemeinsame Antriebsentwicklung wird künftig in München weitergetrieben. | Foto: BMW
Die gemeinsame Antriebsentwicklung wird künftig in München weitergetrieben. | Foto: BMW
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Gregor Soller

Nicht erst seit dem Rover- und Rolls-Royce-Deal unterhält die BMW Group Drähte nach Großbritannien. Und umgekehrt sieht man auch mal britische Autos foliert in München fahren, von wo aus man in der Regel gen Alpen weiterfährt – gerne für Anhängertests. Und da auch so manche Ingenieure und Designer zwischen beiden Marken wechseln, kennt man sich. Und da man mit Jaguar Land Rover die strategische Vision von umweltfreundlichen und zukunftsorientierten elektrischen Antriebstechnologien teilt, möchte man hier künftig enger zusammenarbeiten.

BMW bringt seine Erfahrung beim Thema E-Mobilität seit dem i3 ein, Jaguar Land Rover hat die eigene Kompetenz in dieser Technologie mit der Einführung des Jaguar I-Pace und seinen Plug-In-Hybrid Modellen unter Beweis gestellt. Jetzt soll das Know-How zusammengeführt werden, um die weitere Entwicklung zu beschleunigen. Ein Vorteil ist, dass die aktuell modernste Elektrotechnologie der BMW Group E-Maschine, Getriebe und Leistungselektronik in einem Gehäuse zusammenfasst. Hauptvorteil: Diese E-Maschine benötigt keine seltenen Erden. Dies ermöglicht es der BMW Group, die Abhängigkeit von seltenen Erden zu reduzieren während sie das Angebot an Elektrofahrzeugen systematisch ausweitet. Im kommenden Jahr führt die BMW Group mit dem BMW iX3 ein dann die fünfte Generation („Gen 5“) ihrer eDrive Technologie. Die Gen 5 Elektro-Antriebseinheit ist das System, auf dem zukünftige, mit Jaguar Land Rover zusammen eingeführte Weiterentwicklungen aufsetzen. Dazu erklärt Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Entwicklung:

„Die Automobilindustrie durchläuft eine tiefgreifende Transformation. Wir betrachten Kooperationen als einen Schlüssel für Erfolg – auch im Bereich der Elektrifizierung. Mit Jaguar Land Rover haben wir einen Partner gefunden, dessen Ansprüche an die zukünftige Generation von Elektroantrieben in hohem Maße den unseren entsprechen. Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, Kundenwünsche noch effektiver zu bedienen, indem wir Entwicklungszeiten verkürzen und Fahrzeuge sowie modernste Technologien noch schneller auf den Markt bringen.“

Was bedeutet das?

In erster Linie geht es natürlich um Skaleneffekte in den Bereichen Entwicklung, Produktion und gemeinsamem Einkauf. Als größerer Partner wird BMW in München die Basis bieten: Ein gemeinsames Team von Experten beider Marken soll in München die Gen 5 Antriebseinheiten weiterentwickeln. Hier nutzt BMW die zusätzliche JLR-Expertise. Die Fertigung der Elektroantriebe erfolgt dann aber getrennt an den jeweiligen Standorten. Beide Unternehmen werden darauf achten ihren jeweiligen markenspezifischen Kern zu erhalten – der bei E-Antrieben ohnehin weniger ins Gewicht fällt als bei Verbrennermotoren. Weiterer Vorteil: Wie mit Daimler verbündet sich BMW hier mit einem weiteren Premiumhersteller – und hier gibt es im Gegensatz zu Großserienherstellern teils andere Herangehensweisen und Ansprüche – mit dem Problem geringerer Stückzahlen.

 

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