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BMW startet 5er-Produktion

Bei BMW rechnet man anders: „Acht mal fünf ist 50“ bedeutet am Standort Dingolfing nämlich, dass die achte Fünfer-Generation seit ihrem Produktionsstart vor fünfzig Jahren dort anläuft.

Hoher Besuch: Neben Produktionsvorstand Milan Nedeljković stand auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zum Produktionsstart bereit. | Foto: G. Soller
Hoher Besuch: Neben Produktionsvorstand Milan Nedeljković stand auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zum Produktionsstart bereit. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Bald wieder volle Hütte in Dingolfing, dem Standort, wo BMW seit jeher die „großen“ Limousinen, das Achter-Coupé und –Cabrio, die 4er-Coupés und den iX baut. Die großen Stückzahlen unter den Großen macht jedoch traditionell der 5er, von dem wir gestern erste M5 Touring auf einem Autotransporter auf dem Weg nach München erspähten!

Nach iX und i7 sollen 2024 rund 40 Prozent aller „Niederbayern“ rein elektrische Modelle sein – weltweit sollen zwischen 2021 und 2024 insgesamt 15 Stromer anlaufen. Produktionsvorstand Milan Nedeljković erklärt dann auch:

„E-Mobilität ist die neue Normalität – in unseren Werken weltweit.“

Auch der Fünfer kommt wieder als Benziner, Diesel, Plug-in und Stromer und als Limousine und Touring. Damit kann man in Dingolfing jederzeit auf die Nachfrage reagieren. Insgesamt wurde am Standort eine Milliarde Euro investiert, um ihn fit für die Zukunft zu machen und iX, 7er und 5er so produzieren zu können wie geplant.  

Der neue Fünfer soll die Stückzahlen massiv pushen

2022 bauten die Werker am Standort gut 280.000 Autos – absolut gesehen eher wenig, relativ gesehen viel, wenn man bedenkt, dass es sich dabei nur um hochpreisige, komplex ausgestattete Modelle handelt. Trotzdem erhofft sich Werkleiter Christoph Schröder steigende Stückzahlen – mindestens 300.000 Einheiten plus x:

„Der BMW 5er ist traditionell das Dingolfinger Kernmodell und wird auch diesmal für wichtige Volumenimpulse sorgen.“

Zwischen den Zeilen hört man schon, wie wichtig der 5er für Dingolfing ist. Der stellvertretende Dingolfinger Betriebsratsvorsitzende, Stefan Danner ergänzt dann auch:

„Der BMW 5er ist neben dem erfolgreichen Wandel hin zur E-Mobilität zentral für die langfristige Auslastung unseres Werkes und die Sicherung von Beschäftigung.“

Von den 12 Millionen in Dingolfing montierten Modellen waren acht Millionen 5er!

Wie essenziell der Fünfer ist, zeigen die letzten 50 Jahre: Von den rund 12 Millionen BMW am Standort waren acht Millionen 5er. Erstes Modell in dem neu gebauten Werk war ein orangeroter 520 i. Dazu liefert BMW weitere interessante Zahlen: Die 18.000 Mitarbeiter am Standort verdienen im Jahr eine Milliarde Euro, was ein durchschnittliches Monatsgehalt von 4.629,63 Euro bedeutet, wenn man zwölf Gehälter ansetzt. Dazu stehen 1.000 Zulieferer aus Niederbayern unter Vertrag. Spannend auch die Zahl, die man mit Abfallvermeidung erreichen kann: Pro produziertem Fahrzeug konnte man dessen Gewicht auf 600 Gramm drücken. Nahwärme aus Biomasse soll ab Mitte der 2020er Jahre die Hälfte des Prozess-Heißwasserverbrauchs decken und der CO2-Ausstoß so um 10 bis 15 Prozent sinken.  

Eine Milliarde Euro für die Zukunft

Und seit 2015 wurde eine weitere Milliarde investiert, inklusive smarter Logistik und intelligenten Kamerasystemen für die Qualitätsüberwachung. Und der 7er fährt einige Strecken zwischen Montagehalle und Finish autonom, was mit dem 5er jetzt im größeren Stil ausgerollt werden soll. Nach wie vor ist man stolz auf den hohen Anteil „made in bavaria“, wie Nedeljković erzählt:

„Neun von zehn produzierten BMW-Fahrzeugen werden inzwischen an Kunden außerhalb Deutschlands verkauft. Trotzdem haben wir hierzulande, insbesondere in Bayern, mehr als die Hälfte unserer Mitarbeitenden. Und bei aller Internationalisierung, die nötig ist, um global ausbalanciert wachsen zu können, bleibt Bayern eine wichtige Säule der BMW Group und ihres Produktionsnetzwerks.“

Am 21.7.2023 läuft nun im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder nun offiziell die Produktion des neuen Fünfer an. Er erklärte an diesem Tag, dass Bayern, Berge und BMW zusammengehörten und die weißblaue Marke im Ausland in einem Atemzug mit "Bier" genannt würde (und dem FC Bayern vielleicht).

An dem Tag war Dingolfing folglich mal kurz das "Herz" des Freistaates - in dem bereits erste Vor- und auch Serienmodelle den neuen 5erbereits eingesteuert waren, nachdem man das Band im Frühjahr „leer fuhr“, womit Generation Sieben des 5ers Geschichte ist. Bis auf den Touring von dem noch die letzten Modelle produziert werden. Sieben mal fünf war ja auch nur 35…

Was bedeutet das?

Großer Bahnhof in Dingolfing: Am 21.7.2023 fiel der offizielle Startschuss für das wichtigste Auto des Werkes, den neuen Fünfer. M5 und Touring werden folgen.

 

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