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BMW sichert sich Lithium in Saudi-Arabien

BMW will sich unabhängiger von China machen und hat sich offenbar Zugriff auf die Kapazitäten einer neuen Lithium-Verarbeitung in Saudi-Arabien gesichert. Derweil treibt man die Pläne für eine Akkufabrik in Straßkirchen bei Straubing voran.

Akkus als Schlüssel: Jüngst präsentierte BMW seine Pläne für eine neue Batteriefabrik in Straßkirchen bei Straubing, gegen die sich allerdings Widerstand von Umweltschutzverbänden und einer Bürgerinitiative regt. Auch dafür ist in der Vorkette Zugriff auf Lithium essentiell. | Foto: BMW
Akkus als Schlüssel: Jüngst präsentierte BMW seine Pläne für eine neue Batteriefabrik in Straßkirchen bei Straubing, gegen die sich allerdings Widerstand von Umweltschutzverbänden und einer Bürgerinitiative regt. Auch dafür ist in der Vorkette Zugriff auf Lithium essentiell. | Foto: BMW
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Johannes Reichel

Laut einem Medienbericht hat sich der Münchner Automobilkonzern BMW Zugriff auf die Kapazitäten einer Lithium-Verarbeitungsanlage in Saudi-Arabien gesichert, die der Golf-Staat dort errichten will. Damit wollen sich die Bayern unabhängiger von der Lithiumversorgung durch China machen, das bisher einer der wichtigsten Lieferanten für den zur Herstellung von E-Auto-Batterien essentiellen Rohstoff ist. Wie der Chef des Lithiumerzspezialisten European Lithium, die die Anlage mit Erz versorgen soll, Tony Sage, gegenüber der Financial Times erklärte, habe ein Großteil der Welt Angst vor einer Einstellung der Exporte durch China. "Das wäre eine Katastrophe für die Energiewende", so der Manager. Das australische Start-up soll die saudische Anlage mit Erz aus der Mine im Süden Österreichs beliefern und neben dem saudischen Industriekonglomerat Obeikan Investment Group 50 Prozent der Anteile halten. Diese wird auf 350 bis 400 Mio. Dollar Invest taxiert und soll ab 2027 jährlich bis zu 9.000 Tonnen Lithiumhydroxid an BMW liefern. Erst vor kurzem hatte Ford angekündigt, sich großflächig in Kanada Zugang zu Lithium-Vorkommen der Firma Lithium Nemaska gesichert zu haben.

Aktuell plant BMW eine großflächige Batteriefabrik zur Herstellung von Hochvollspeichern in Straßkirchen im Landkreis Straubing-Bogen, zu der jüngst eine zweite Informationsveranstaltung stattfand und gegen die sich Widerstand von Umweltschutzverbänden und einer Bürgerinitiative regt. Ein Bürgerbegehren zur Abstimmung über das Projekt, das 140 Hektar des europa- und weltweit Experten zufolge mit wertvollsten Ackerlandes versiegeln könnte, ist in Vorbereitung. BMW verspricht eine flächensparende und möglichst ökologische Bauweise mit 20 Prozent Grünflächen und Gebäudebegrünung sowie weitgehend energieautarke Versorgung des möglichen neuen Standorts.

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