BMW: Nächster 7er kommt auch elektrisch

Um die Siebener-Reihe fit zu machen für die Zukunft, wird sie künftig auch rein elektrisch angeboten.

Großes Orchester: Als die aktuelle 7er-Generation 2015 vorgestellt wurde, ließ BMW groß aufspielen. | Foto: BMW
Großes Orchester: Als die aktuelle 7er-Generation 2015 vorgestellt wurde, ließ BMW groß aufspielen. | Foto: BMW
Gregor Soller

Tesla hat das Model S, Porsche den Taycan, Jaguar plant den nächsten XJ als Stromer und Mercedes-Benz stellt der S-Klasse den elektrischen EQS zur Seite. Klar, dass BMW darauf antworten muss – mit der „CLAR“-Plattform, die alle Antriebe in einer Hülle zulässt. Auf der Bilanzpressekonferenz wurde nun offiziell bestätigt, dass die kommende Generation des 7er erstmals als vollelektrisches Modell auf den Markt kommen wird – allerdings nicht ausschließlich.

Entsprechend planen die Bayern ihr Flaggschiff künftig mit vier Antriebsarten: Es bleibt Benziner, Diesel und als Plug-in-Hybrid, zusätzlich kommt aber eben ein reiner Batterieelektriker dazu. Auch er wird die BMW-intern mittlerweile fünfte Generation des elektrischen Antriebs nutzen. Der Neue dürfte Stand heute ab 2022 auf den Markt kommen, wenn die aktuelle 7er-Generation turnusmäßig abgelöst wird. Mit der Neusortierung des Portfolios will Zipse auch Synergien heben, denn bis Ende 2022 sollen laut CEO Zipse „mehr als 12 Milliarden Euro Effizienzpotential gehoben werden“. Unter anderem soll die Dauer des Entwicklungsprozesses für neue Fahrzeugmodelle um bis zu ein Drittel verkürzt werden, indem alle Modelle von Beginn an maximal modular geplant werden.

Ansonsten gab sich Zipse weiter optimistisch: Man hält vorerst an en Zielen fest, bis 2025 mehr als 30 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung für Technologien der Zukunft investieren zu wollen, wobei auch bei BMW die Software viel wichtiger wird, wie Zipse erklärt:

„Wer Hardware und Software gleichermaßen beherrscht und zusammenführt, wird nachhaltig die Zukunft des Automobils gestalten.“

Neu besetzt wurde auch der Posten des Entwicklungsvorstandes: Klaus Fröhlich, dem auch Ambitionen auf den Posten des CEO nachgesagt werden, wird mit der Vollendung des 60. Lebensjahrs ausscheiden. Es ist anzunehmen, dass er sich bereits anderweitig orientiert hat und wie viele andere BMW-Mitarbeiter durchaus bei einem Start-up oder Zulieferer weiterarbeiten dürfte.     Ihm folgt ab 1.7.2020 Frank Weber, ein Kollege, der ebenfalls mit Elektromobilität vertraut ist. Deshalb soll er auch das Programm von den Verbrennern hin zu den elektrifizierten Modellen umgestalten.  

Was bedeutet das?

BMW schaltet bei der Umgestaltung der Palette einen Gang hoch und wird sein Portfolio ab 2022 deutlich ändern. Man kann davon ausgehen, dass nach der Paarung 3er-i4 und 7er-i7 weitere Baureihen mit allen Antriebsarten kommen werden.

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