BMW iX1 statt i3

BMW gab erste Details zum iX1 bekannt, der dem i3 in der Produktion folgt. Der seit 2013 gebaute Kompaktstromer läuft zum Sommer aus.

Der iX1 wird BMWs neues Elektro-Basismodell sein. | Foto: BMW
Der iX1 wird BMWs neues Elektro-Basismodell sein. | Foto: BMW
Gregor Soller

Die Sommerferien dürfte BMW zum Umrüsten nutzen: Dann folgt in Leipzig der iX1 dem i3. Der neue Einstieg in BMWs Elektrowelt soll nach WLTP-Norm im Idealfall 413 bis 438 Kilometer Reichweite bieten, was im Alltag um die 300 Kilometer plus minus x sein dürften. Den kombinierten Verbrauch gibt BMW mit 17,3 bis 18,4 kWh/100 km an, was jetzt keine überragend sparsamen Werte sind. Zwar soll es sich dabei noch um Prognosewerte auf Basis des aktuellen Entwicklungsstandes (März 2022) handeln, doch der i4 kommt in der Grundversion auf 16,1 bis 19,1 kWh/100 km. Eventuell startet BMW beim iX1 mit einer leistungsstärkeren Allrad-Ausführung. Später ist durchaus auch ein noch potenteres M-Modell denkbar.

Das Teaser-Bild gibt für Fans Entwarnung, wie auch die Prototypen, die aktuell unterwegs sind: Evolution statt Revolution heißt das Motto – optisch wird sich der X1 klar am ideellen Vorgänger orientieren. Samt stärker geschlossenerer Front als bei den Verbrennern und eventuell blauen Akzenten wie beim iX3.

Auch digital dürfte der X1 den nächsten Schritt analog zum iX respektive 2er Active Tourer gehen. Heißt: Noch intuitivere Sprachassistenz, aber nicht unbedingt eine bessere haptische Bedienung. Laut den Vorab-Infos zum iX1 soll Ende 2022 die neue Generation des X1 mit Verbrennungsmotoren starten. Kurz darauf sollen dann die Plug-in-Hybrid-Variante und der iX1 starten. Die Elektroversion dürfte teurer als der Teilzeit-Stromer sein, der aktuell ab 46.400 Euro startet, das sind gut 38.990 Euro netto. Wir rechnen trotzdem mit einem Preis von unter 50.000 Euro brutto für die Basis.

Was bedeutet das?

BMW stellt um: Bis auf den iX fallen alle reinen Elektromodelle wie i3 und i8 (der war eher ein Plug-in mit Range Extender) aus dem Programm. Stattdessen ziehen i4, i7 und iX1 ein – elektrische Derivate der gleichnamigen Verbrennerserien. Auch i5 und i3 (dann als Limousine auf Basis des nächsten Dreier) sind schon angekündigt, später dürften auch iX3, iX4, iX5, iX6 und iX7 folgen. Womit BMW sein Programm wie bewährt beibehält und nach letzten Angaben sogar nochmal eine ganz neue Verbrenner-Motorengeneration entwickelt. Womit man sich deutlich von den meisten Konkurrenten unterscheidet.

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