BMW, Audi und Volkswagen verlieren massiv in USA

Das Verkaufszahlen gingen in den Vereinigten Staaten im zweite Quartal für die meisten deutschen Hersteller stark zurück – nur ein Hersteller konnte zulegen.

Die Verkaufszahlen bei BMW sind in den USA im zweiten Quartal stark zurückgegangen.| Foto: unsplash/Antonio Janeski
Die Verkaufszahlen bei BMW sind in den USA im zweiten Quartal stark zurückgegangen.| Foto: unsplash/Antonio Janeski
Thomas Kanzler

Aufgrund von Lieferkettenprobleme und Chipmangel läuft es auch im zweiten Quartal des Jahres schlecht für die deutschen Autohersteller. Volkswagen verkaufte im zweiten Quartal laut eigener Mitteilung mit 78.281 Neuwagen rund ein Drittel weniger als vor einem Jahr. Fast alle Modelle gingen im Umsatz zurück. Die Verkaufszahlen des lange Zeit sehr beliebten Modelle Tiguan und des nur in den Vereinigten Staaten vertriebene Modell Atlas brachen ein. Die Halbjahresbilanz des Konzerns viel dementsprechend ernüchternd aus. In den ersten sechs Monaten gingen die Verkäufe um rund 32 Prozent auf 143.279 Fahrzeuge zurück.

Audi und BMW verkaufen weniger

Die deutschen Premium-Hersteller Audi und BMW mussten ebenfalls herbe Absatzdämpfer hinnehmen. BMW verkaufte mit 78.905 Fahrzeugen 18,3 Prozent weniger Autos als im Vorjahres-Quartal. Die in den USA besonders gefragten SUV-Modelle der Marke konnten zwar etwas zulegen, das konnte den starken Rückgang der Verkäufe bei den Limousinen allerdings nicht wettmachen. Bei der BMW-Tochter Mini sackte der Absatz um fast die Hälfte ein.

Die US-Verkäufe der VW-Tochter Audi gingen in den drei Monaten bis Ende Juni um 28 Prozent auf 48.049 Autos zurück. Auf Halbjahressicht liegt Audi mit 83.554 Neuwagen gut 31 Prozent im Minus. Die Zahlen von Mercedes lagen aktuell noch nicht vor.

Nur Porsche verzeichnet mehr Zulassungen

Porsche stemmte sich erfolgreich gegen den Trend. Auch Porsche hatte im ersten Quartal mit 32.529 Fahrzeugen ein Minus 10,5 Prozent verzeichnet, legte jetzt im zweiten Quartal um 2,8 Prozent auf 19.487 Autos zu. Damit konnte sich der profitable Sportwagenbauer gegen die schwache Markttendenz behaupten.

Was bedeutet das?

Es läuft bei den meisten deutschen Herstellern momentan nicht „rund“ in den USA. Aber nicht nur deutsche Autobauer kämpfen mit sinkenden Absatzzahlen, auch US-Riese General Motors verbucht ein Minus von 15 Prozent und leidet unter Lieferkettenproblemen. Und selbst der Elektro-Primus Tesla musste jüngst aufgrund fehlender Teile die Quartalsziele nach unten korrigieren.

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