BMW 5er Facelift: Künftig mit zwei Plug-in-Hybriden

BMW überarbeitet die Fünfer-Reihe und bringt über dem 530e noch einen 545e - der 550d entfällt.

Über dem 530e wird künftig noch der neue 545e XDrive angboten. | Foto: BMW
Über dem 530e wird künftig noch der neue 545e XDrive angboten. | Foto: BMW
Gregor Soller

Auch beim Fünfer wächst die Niere mit dem Facelift, allerdings dezenter als bei der Siebener-Reihe. Optisch gewinnt er nicht unbedingt an Klarheit, dafür tut sich unter dem geänderten Blech Einiges.   Zwar fallen auch die Veränderungen im Innenraum dezent aus, da BMW hier inhaltlich ohnehin immer wieder nachgelegt hat. Bereits seit 2019 ist das volldigitale "Live Cockpit Professional" an Bord und auch die aktuellste iDrive-Generation (intern ID7-System genannt) samt Sprachbedienung hat der Fünfer bereits erhalten. Neu ist aber jetzt das cloud-basierte Navigationssystem BMW Maps, dass eine besonders schnelle und präzise Berechnung von Routen und Ankunftszeiten ermöglichen soll und auf den Daten des übernommenen Anbieters „here“ basiert. Und die wurden zuletzt massiv besser. Endlich auch Serie ist die Smartphone-Integration mit Android Auto zusätzlich zu Apple CarPlay.

Spannender wird es bei den Motoren: Künftig bietet BMW zwei Plug-In-Hybride mit bis zu 62 Kilometern elektrischer Reichweite an: Zum bekannten 530e Vierzylinder mit maximal 292 PS Systemleistung kommt künftig der 545e-Sechszylinder mit bis zu 394 PS Systemleistung, womit man auch leistungshungrigere Kunden mit einem Plug-in-Hybrid bedienen kann. Dafür fiel der komplexe mehrfach-gelandene Über-Turbodiesel 550d aus der Palette. Die übrigen Vier- und Sechszylindervarianten kommen künftig als Mild-Hybride mit einem 48-Volt-Startergenerator. Die zusätzlichen elf elektrischen PS sollen beim Beschleunigen für extra Anschub sorgen und mit verlängerten Start-Stopp-Phasen sowie besserer Rekuperation den Verbrauch senken. Die Kraftübertragung übernimmt serienmäßig bei allen Modellen das Acht-Stufen-Steptronic-Getriebe von ZF. Das Programm startet weiter beim 520i mit 184 PS, gefolgt vom 252 PS starken 530i – beide als Vierzylinder.  Beim 540i bleibt es beim 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit 333 PS, während der  M550i den 4,4 Liter großen V8-Benziner mit 530 PS behält. Topseller dürfte vor allem im Dienstwagenbereich der 520d-Vierzylinder mit 190 PS bleiben, darüber rangieren 530d und 540d mit 286 oder 340 PS aus sechs Zylindern.

An den Preisen hat sich wenig geändert: Die Limousine ist ab Juli 2020 weiterhin ab 49.100 Euro brutto (41.260,50 Euro netto) zu haben. Der 520 d startet bei 51.300 Euro brutto (43.109,24 Euro netto). Der 530e beginnt bei 56.200 Euro brutto (47.226,89 Euro netto), als xDrive werden 58.800 Euro brutto (49411,76 Euro netto) fällig und der 545e kommt nur als xDrive für exakt 70.000 Euro brutto (58.823,53 Euro netto).  

Aber auch für den Fünfer gibt es eine geplante „Start-Edition“, in dem Fall „M Sport Edition“ genannt und in Verbindung mit allen Vier- und Sechszylinder-Motoren erhältlich. Die Sondermodelle sind weltweit auf 1000 Einheiten limitiert und zeichnen sich unter anderem durch eine exklusive Lackierung in "Doningtongrau metallic“ aus, die bislang dem M5 vorbehalten war. Darüber hinaus gibt es große 20 Zoll Performance-Räder, das M Sportpaket und M Sportfahrwerk samt Tieferlegung und eine Sportbremsanlage, sowie einige Spezialitäten im Innenraum.

Ebenfalls überarbeitet wurde der Sechser Gran Tourismo, der ebenfalls auf Mildhybride umgestellt wurde, aber als Mauerblümchen gilt und keinen Nachfolger mehr erhalten dürfte.

Was bedeutet das?

Mit dem Facelift wurde der Fünfer optisch dynamischer und erhält bei den Plug-in-Hybriden Zuwachs in Form eines feinen Sechszylinders und fast 400 PS Systemleistung. Damit ist die Businesslimousine für die zweite Lebenshälfte gut aufgestellt. Ob es das Topmodell mit V8 angesichts der starken Sechszylinder und stärkeren Plug-in-Hybride noch in die nächste Generation schaffen wird, bleibt fraglich – außer vielleicht im M5.

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