BMVI: Weitere 500 Mio. für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur

Stichtag 31.8.2021: Ab dann können Unternehmen, Städte und Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen Förderanträge stellen.

Gefördert werden bis zu 60 % der förderfähigen Kosten – vorausgesetzt, die Ladesäulen sind öffentlich zugänglich und werden mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. (Foto: BMVI)
Gefördert werden bis zu 60 % der förderfähigen Kosten – vorausgesetzt, die Ladesäulen sind öffentlich zugänglich und werden mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. (Foto: BMVI)
Redaktion (allg.)
von Martina Weyh

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die Förderrichtlinie „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ neu aufgelegt und will mit 500 Mio. Euro den deutschlandweiten Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur unterstützen. Insgesamt mindestens 50.000 neue Ladepunkte sollen mithilfe der Fördergelder errichtet werden – 20.000 davon als Schnellladestationen.

Ab 31. August bis zum 18. Januar 2022 können Unternehmen, Städte und Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen Förderanträge stellen.

„Laden muss das neue Tanken werden: Die Bürgerinnen und Bürger sollen ihr E-Auto immer und überall laden können – am Supermarkt, am Straßenrand, am Restaurant oder Sportplatz. Nur so schaffen wir bei der Elektromobilität den Durchbruch in Deutschland. Aktuell geht schon mehr als jeder vierte öffentliche Ladepunkt auf unsere Förderung zurück.“ (Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer)

Im ersten Förderaufruf werden laut BMVI gefördert:

  • rund 9.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte mit einer maximalen Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt (Normalladepunkte),
  • rund 9.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte mit einer maximalen Ladeleistung von mehr als 22 Kilowatt, an denen ausschließlich das Laden mit Gleichstrom (DC) möglich ist (DC-Schnellladepunkte) und
  • der zu einem geförderten Ladepunkt gehörende Netzanschluss bzw. die Kombination aus Netzanschluss und Pufferspeicher.

Bis zu 60 % der förderfähigen Kosten werden dabei vom Bund subventioniert – vorausgesetzt, die geförderten Ladesäulen sind öffentlich zugänglich und werden mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben.

Von 2017 bis 2020 hat der Bund bereits 300 Mio. Euro für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland eingesetzt. In diesem Zeitraum wurden 30.000 öffentliche Ladepunkte bewilligt – 13.000 davon stehen bereits, ca. 2.000 sind Schnellladesäulen.

Weitere Maßnahmen des BMVI, um ein flächendeckendes öffentliches Ladenetz voranzubringen, sind Förderprogramme zur Ladeinfrastruktur vor Ort und für den Kauf und die Installation von privaten Wallboxen.

Weitere Infos unter https://nationale-leitstelle.de/  

 

Was bedeutet das?

Ein gutes Zeichen, die Fördertöpfe nochmal zu füllen - denn damit erreicht man langsam aber sicher eine kritische Masse in der Mobilitätswende. Doch Ausbau- und Umsteigewillige sollten nicht zu lange warten, denn auf dauer werden solche Förderungen garantiert abgeschmolzen. 

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