BMDV: Förderung für 1.000 E-Autos und 250 Ladepunkte

Im Rahmen der Förderrichtlinie E-Mobilität des Verkehrsministeriums fließen weitere 20 Millionen Euro in Projekte, die für 1.000 E-Autos und 250 Ladepunkte stehen, 36 in Kommunen, 50 in Unternehmen.

Neben der Anschaffung von E-Autos in Kommunen und Unternehmen fließen die Bundesmittel auch in den Ausbau der Ladeinfrastruktur. | Foto: J. Reichel
Neben der Anschaffung von E-Autos in Kommunen und Unternehmen fließen die Bundesmittel auch in den Ausbau der Ladeinfrastruktur. | Foto: J. Reichel
Johannes Reichel

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität weitere 20 Millionen Euro für die Beschaffung von Fahrzeugen und den Aufbau von Ladeinfrastruktur freigegeben. Insgesamt wurden 86 Projekte bewilligt, davon 36 von Kommunen und 50 von Unternehmen, teilte das Ministerium mit. Damit unterstütze man im Rahmen dieser Richtlinie die Beschaffung von mehr als 1.000 Fahrzeugen und knapp 250 Ladepunkten, präzisierte das Haus von FDP-Verkehrsminister Volker Wissing.

"Um die Emissionen im Verkehr nachhaltig und dauerhaft zu senken, brauchen wir die Elektromobilität. Gerade Taxis und Kurierdienste haben eine enorm hohe Fahrleistung von Tausenden an Kilometern jährlich - vor allem in unseren Innenstädten. Daher fördern wir den Umstieg von kommunalen und gewerblichen Flotten auf die Elektromobilität mit 20 Millionen Euro", erklärte Wissing.

Mit der Förderung sollen kommunale und gewerbliche Flotten wie Fuhrparks, Dienstwagen, Taxis, Mobilitäts- und Sharingdienste bei einem beschleunigten Umstieg auf alternative Antriebe unterstützt werden. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien erreichten diese Fahrzeuge mit ihren hohen Laufleistungen eine wesentliche CO2-Einsparung und leisteten damit einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehr. Das BMDV verfolge eine Gesamtstrategie für den Markthochlauf der Elektromobilität. Dazu gehörten die Förderung der Elektrifizierung aller Verkehrsträger (Pkw, Nutzfahrzeuge, Busse und Schiene) sowie der Aufbau von Ladeinfrastruktur, Forschungsförderung und die Vorgabe der richtigen Rahmenbedingungen, z. B. über das Elektromobilitätsgesetz.

Erstmals mehr Stromer als Diesel neu zugelassen

Im Sommer 2021 konnte laut Ministerium das Ziel von 1 Million Elektrofahrzeugen erreicht werden, allerdings nur unter Einbeziehung der Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge. Man sehe einen weiteren dynamischen Hochlauf seit Jahresmitte 2020. Im Dezember 2021 habe es ein neues Zulassungshoch und es wurden mehr als 48.000 rein elektrisch betriebene Pkw in Deutschland zugelassen, zieht das BMDV Zwischenbilanz. Das seien mehr als 20 Prozent Neuzulassungsanteil und damit mehr als bei Dieselfahrzeugen. Zum Ende des letzten Jahres ergab sich ein Gesamtbestand von rund 1,23 Millionen Elektro-Pkw. Der Bestand aller Elektrofahrzeuge, inklusive Nutzfahrzeuge und Busse, beläuft sich zum Jahresabschluss 2021 auf etwa 1,3 Millionen Fahrzeuge, so das Ministerium.

Förderrichtlinie startete 2015

Das BMDV hat die Förderrichtlinie Elektromobilität 2015 gestartet, um den Verkehrssektor nachhaltiger und energieeffizienter zu gestalten, wie es heißt. Mit der Richtlinie werden batterieelektrische Anwendungen in drei Bereichen gefördert: kommunale und gewerbliche Elektromobilitätskonzepte, anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie Beschaffung batterieelektrischer Fahrzeuge für kommunale und gewerbliche Fahrzeugflotten. Bisher gab es 18 Aufrufe und über 1.000 Projekte, die mit einem Fördervolumen von 386 Mio. Euro umgesetzt werden.

Gewerbliche Flotten seit Dezember 2020 integriert

Die Förderung gewerblicher Flotten wurde im Rahmen der Neuauflage der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMDV im Dezember 2020 neu aufgenommen. Ziel sei es, die Synergien von Flottenanwendungen auf kommunaler Ebene besser abzubilden und mit der Förderung einen möglichst breiten Anwenderkreis zu erreichen. Unternehmen konnten eine Förderquote von 40 bis 60 Prozent erreichen, im kommunalen Bereich war eine Förderquote von bis zu 90 Prozent möglich. 2022 wird ein weiterer Aufruf zur Förderung von Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur folgen. Die Förderrichtlinie hat eine Laufzeit bis 2025.

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