BerlKönig: ViaVan will in die Verlängerung

Der Ridesharing-Dienst hofft auf Fortsetzung der Zusammenarbeit und kontert Kritiker, man trage sehr wohl zur Reduzierung des Verkehrs sowie der Emissionen in der Hauptsstadt bei.

Setzen die gemeinsame Fahrt fort: Die BVG und das Daimler-Joint-Venture ViaVan wollen den Ridesharing-Dienst weiterführen und ausbauen. | Fotot: Daimler
Setzen die gemeinsame Fahrt fort: Die BVG und das Daimler-Joint-Venture ViaVan wollen den Ridesharing-Dienst weiterführen und ausbauen. | Fotot: Daimler
Johannes Reichel

Der Daimler-Joint-Venture-Partner ViaVan hofft auf eine Verlängerung der Kooperation mit den Berliner Verkehrsbetrieben BVG beim Ridesharing-Dienst BerlKönig. Der Mobilitätsdienst teilte mit, man habe die jüngsten Diskussionen über die Zukunft des BerlKönig "mit großer Sorge" verfolgt.

"Wir sind der festen Überzeugung, dass angesichts der aktuellen Klimakrise und zunehmenden Verkehrsüberlastung in den Städten der öffentliche Verkehr durch den Einsatz von On-Demand-Technologie entscheidend gestärkt wird", kommentierte der Anbieter.

Um Alternativen zum privaten Pkw zu schaffen, sind On-Demand-Services als Ergänzung des Nahverkehrs unerlässlich, glaubt der Ridesharing-Dienst. Der BerlKönig zeige das Potenzial der On-Demand-Technologie, um den öffentlichen Verkehr in Berlin zu verbessern. In den vergangenen zwei Jahren habe man im Rahmen des gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojektes mit der BVG erheblich investiert, um sicherzustellen, dass sich der Dienst zu einer erfolgreichen bedarfsgesteuerten Ergänzung des bestehenden öffentlichen Verkehrssystems entwickeln konnte. Insgesamt wurden 1,5 Millionen Fahrgäste befördert, bei denen man einen Zufriedenheitsgrad von 97 Prozent erzielt habe.

Durch das Pooling mit mehreren Fahrgästen in den Fahrzeugen sowie den Einsatz einer mittlerweile mehrheitlich elektrischen Flotte, hab der Dienst sowohl die NOx- als auch die CO2-Emissionen im Berliner Verkehr reduziert. So hätte der BerlKönig ab Januar 2020 nachweisbar angefangen, die Staus auf Berlins Straßen netto zu verringern, behauptet der Anbieter. Zudem wirbt man mit der Barrierefreiheit des Angebots, für die der Dienst 2019 mit dem Bundesteilhabepreis ausgezeichnet worden sei.

Für die Zukunft sieht der Dienst noch weiteres Potenzial, den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr auszubauen, insbesondere zu Zeiten und an Orten wo der linienbasierte Nahverkehr Lücken aufweise und für Menschen, für die das herkömmliche Angebot aufgrund von Mobilitätseinschränkungen oft eine Herausforderung darstelle.

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