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Belgien: Shell nimmt erste LNG-Tankstelle für Lkw in Betrieb

Der Energiekonzern Shell hat in Belgien seine erste LNG-Tankstelle für Lkw eröffnet. Sie soll die sieben bereits bestehenden Stationen in den Niederlanden ergänzen.

Die erste LNG-Tankstelle für Lkw in Belgien. | Foto: Shell
Die erste LNG-Tankstelle für Lkw in Belgien. | Foto: Shell
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Christine Harttmann

Wie das Energieunternehmen anlässlich der offiziellen Eröffnung der Station in Belgien mitteilte, wird im September in Hamburg die erste Tankstelle für den deutschen Markt ans Netz gehen. Weitere sollen zügig folgen.

Die Station in Herstal bei Liège liegt in der Grenzregion zu Deutschland und den Niederlanden an der E313, einer der Hauptrouten im europäischen Güterverkehr. Die neugebaute, reine Lkw-Station verfügt über vier Fahrspuren zur Betankung mit Diesel und AdBlue sowie zwei Spuren zu Betankung mit LNG. Bei einer Kapazität von 3,5 Kilotonnen können den Angaben zufolge täglich bis zu 150 Lkw mit LNG betankt werden.

Mit Blick auf das globale Ziel, den Ausstoß von Emissionen auch im Transportsektor zu begrenzen und den Kunden sauberere und wirtschaftliche Energielösungen anzubieten, treibe man, so die Verlautbarung, die Diversifizierung des Kraftstoffportfolios voran. In Deutschland entfallen rund ein Fünftel der energiebezogenen CO2-Emissionen auf den Transportsektor. Während im Bereich der leichten Fahrzeuge wie Pkw und Kleintransporter der Elektromobilität große Chancen eingeräumt werden wird der Schwerlastverkehr noch auf längere Sicht auf Verbrennungsmotoren angewiesen sein. Hier biete der Betrieb mit tiefkaltem, verflüssigtem Gas (LNG) erhebliche Vorteile hinsichtlich CO2-Ausstoß und Luftschadstoffen, heißt es im Statement des Energiekonzerns.

„Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dieser Technologie zum Durchbruch zu verhelfen“, sagt der Chef der Shell in Deutschland, Stijn van Els. Bereits heute sind in Europa rund 5.000 Lkw der Hersteller Iveco, Scania und Volvo unterwegs, die mit LNG betrieben werden, und es wird von einem starken Anstieg bis 2030 ausgegangen. Die Vorteile für Spediteure liegen neben den erheblichen Reduzierungen der Luftschadstoffe und der CO2-Emissionen in deutlich geringeren Kraftstoffkosten. Zudem sind LNG-betriebene Lkw je nach Motor deutlich leiser.

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