Bei Wallboxen sollte der Brandschutz geprüft werden

Weil beim Laden von Elektroautos große Ströme fließen, muss insbesondere beim nachträglichen Einbau von Wallboxen der Brandschutz überprüft werden, raten Brandschutz-Sachverständige.

Nicht nur CCS-Säulen können Brandschäden verursachen. | Foto: G. Soller
Nicht nur CCS-Säulen können Brandschäden verursachen. | Foto: G. Soller
Redaktion (allg.)
von Dietmar Fund

Wenn Elektroautos über Wallboxen geladen werden, fließen große Strommengen, die bei technischen Fehlfunktionen Brände auslösen könnten. Daher sollte man bei einer Installation einer Wallbox in einer bestehenden Tiefgarage oder Garage oder an der Wand eines bereits stehenden Gebäudes unbedingt den Brandschutz überprüfen. Das rät der Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V. (BVS), in dem rund 3.000 Sachverständige organisiert sind.

Laut dem Verband ist die Brandgefahr auch bei einer Installation im Freien erhöht. Vor allem gelte dies, wenn die Wallbox an einer nicht feuerfesten, wärmegedämmten Fassade angebracht werde. Eine solche könne wegen eines Defektes beim Laden in Brand geraten.

Bei gewerblichen Neubauten denke in der Regel bereits der Brandschutzplaner an Ladestationen. Privaten Bauherren könne man raten, den Brandschutz durch einen Sachverständigen prüfen zu lassen, schreibt der BVS. Eigentümer von Immobilien sollten beim nachträglichen Einbau am besten eine Brandschutzbegehung mit professionellen Installationsfirmen machen. Auf jeden Fall solle man seine Gebäudeversicherung über den Einbau von Wallboxen informieren.

Was bedeutet das?

Sicherheitscheck und eine Meldung bei der Versicherung werden bei der Installation einer Wallbox gern vergessen - kleine Details, die sich im Falle eines Falles auszahlen

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