Werbung
Werbung
Werbung

be.connected-Konferenz: E-Mobilität - weil keine Zeit mehr bleibt

Bei der zweiten Konferenz des Softwareanbieters fordert CEO Martin Klässner zu sofortigem und kooperativem Handeln auf, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und die Energiewende zu schaffen. Die Elektromobilität sieht er als essentiellen Baustein. Sie müsse für Kunden aber "schmerzfreie Fortbewegung" ermöglichen.

Zeit zu handeln: has.to.be-CEO Martin Klässner richtete einen sehr persönlichen Appell an die Teilnehmer, die Mobilitäts- und Energiewende jetzt voranzutreiben. | Foto: J. Reichel
Zeit zu handeln: has.to.be-CEO Martin Klässner richtete einen sehr persönlichen Appell an die Teilnehmer, die Mobilitäts- und Energiewende jetzt voranzutreiben. | Foto: J. Reichel
Werbung
Werbung
Johannes Reichel

Zum Auftakt der zweitägigen Konferenz be.connected zum Thema E-Mobilität und Ladeinfrastruktur in Ismaning bei München hat Martin Klässner, CEO des veranstaltenden Softwarespezialisten has.to.be appelliert, keine Zeit mehr zu verlieren bei der Umstellung von fossilen Brennstoffen und Energien auf regenerative Technologien. Diese seien für eine wirklich nachhaltigen Hochlauf der Elektromobilität essentiell. Die "Deadline" setze der Klimawandel, der CO2-Ausstoß müsse rasch reduziert werden und ab 2020 zu sinken beginnen. Dies sei mit Einsparungen durch Technik- und Prozessoptimierung, Klimaschutzprojekte, aber vor allem auch über CO2-neutrale Mobilitätskonzepte und Kraftsstoffe möglich.

Markhochlauf E-Mobilität: Alleine wird es keiner schaffen

Diese Mammutaufgabe sei aber nicht ohne Kooperation und enge Vernetzung der Beteiligten möglich, wie etwa das Thema Eichrecht zeige. Wer denke, er könne sich in der Markthochlaufphase etwa bei der Infrastruktur kurzfristig Vorteile sichern, habe den Ernst der Lage nicht erkannt und werde binnen weniger Jahre scheitern, prognostizierte Klässner. Insellösungen hält er daher nicht für zielführend oder erfolgversprechend. Mittlerweile würde sich auch ein Pionier-Anbieter wie Tesla öffnen. Außerdem würden die Ladeplatzeigentümer Druck machen für eine Öffnung für verschiedene Systeme. "Zu diesem frühen Zeitpunkt und aus Herstellersicht war das ein passender Ansatz mit einem geschlossenen Ökosystem, aber jetzt passt es nicht mehr", so Klässners Urteil. Auch isolierte lokale Betreiber würden Probleme bekommen.

Handeln, nicht weiter delegieren

Grundsätzlich forderte der E-Mobilitätsspezialist eine klare Fokussierung: "Wir können Aufgaben nicht mehr an Dritte delegieren, wir müssen selbst handeln", meinte der CEO. Der Prozess werde für viele Beteiligte schmerzhaft werden, etwa wenn es darum gehe, Hochvoltleitungen zu verlegen, um den Shift von der Kohle- in die Ökoverstromung zu schaffen. Kurzfristig könne auch die CO2-Kompensation ein Mittel sein, wie es has.to.be auch anbietet. "Das schärft das Bewusstsein der Flottenbetreiber. Aber es ist letztlich auch keine Lösung", warnt Klässner.

Customer Convenience: "Schmerzfreie Fortbewegung" ermöglichen

Andererseits forderte der Softwareunternehmer, an dessen Firma seit kurzem auch Volkswagen beteiligt ist, die sich laut Klässner aber nach wie vor als markenunabhängiger Dienstleister im Hintergrund sieht, die Elektromobilität müsse den Nutzern eine möglichst "schmerzfreie Fortbewegung" ermöglichen. Insbesondere gelte das für den Support im Notfall, der 24/7 funktionieren müsse sowie im Hinblick auf Ladeinfrastruktur und grenzübergreifende Abrechungssysteme. Hier verzeichnet der Firmengründer allerdings erfreuliche Fortschritte. Für das eigene Ladenetz sollen zeitnah quer durch Europa 80.000 Ladepunkte integriert sein, bis Anfang nächsten Jahres peilt man die 100.000er-Marke an.

"Wir brauchen Interoperabilität und Customer Convenience. Sonst werden die Leute nicht mitziehen", ist Klässner überzeugt.

Nur mit einem attraktiven Angebot könne sich die E-Mobilität gegen Alternativangebote wie den klassischen Verbrenner, aus Klässners Sicht aber auch die Brennstoffzelle, deren Sinnhaftigkeit im Fahrzeug er anzweifelt, durchsetzen. Der erste große Schub werde nach den wenigen überzeugten "early adoptern" und Premium-Käufern nicht über Privatkäufer, sondern über Flotten und Fuhrparks kommen, glaubt der Unternehmer.

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung
Werbung