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BBM & GLS Studie Betriebsmobilität: Das Auto dominiert weiter deutlich

Der Fachverband kritisiert die weiterhin große Dominanz des Pkw sowohl bei Pendelfahrten wie auch bei Dienstreisen. Die Einführung von Mobilitätsbudgets werde in der Praxis noch immer stark erschwert durch überbordende Bürokratie. Der ÖPNV-Ausbau sei für nachhaltigere Betriebsmobilität entscheidend.

Wenig ausgeprägt: Die Nutzung alternativer Verkehrsmittel zum Auto ist unterentwickelt, Mobilitätsbudgets meist administrativ aufwändig, beklagt der BBM in seiner neuen Studie. | Foto: BBM
Wenig ausgeprägt: Die Nutzung alternativer Verkehrsmittel zum Auto ist unterentwickelt, Mobilitätsbudgets meist administrativ aufwändig, beklagt der BBM in seiner neuen Studie. | Foto: BBM
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Johannes Reichel

Der Bundesverband Betriebliche Mobilität e. V. (BBM) hat in Zusammenarbeit mit der GLS Mobility GmbH die 'BBM Mobility Survey' durchgeführt, um die Mitarbeitendenmobilität in Deutschland zu untersuchen. Wichtigste Erkenntnis: Der Verbrenner-Pkw dominiert sowohl beim Pendeln als auch bei Dienstreisen deutlich das Feld. E-Autos spielen allenfalls eine Nebenrolle, Bus & Bahn machen jeweils knapp oder gut ein Fünftel aus. Dies unterstreiche die Notwendigkeit, Alternativen attraktiver zu gestalten und den Ausbau des ÖPNV und der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge voranzutreiben, so der Verband. Zudem ist die Mehrheit der Befragten unzufrieden mit den aktuellen Verkehrsmaßnahmen zur Erreichung der Klimaziele. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte diese Besorgnis und verpflichtete die Bundesregierung zur Umsetzung von Sofortprogrammen für mehr Klimaschutz im Verkehr, führt der Verband an. Zudem befürworten 82 Prozent der Befragten den Ausbau des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV). Verbesserte ÖPNV-Angebote seien entscheidend für eine erfolgreiche Mobilitätswende, so das Urteil der Befragten.

Der Ausbau des ÖPNV mit klarem Fokus auf Funktionalität für gewerbliche Mobilitätsbedarfe sei aber aus Sicht des BBM dringend erforderlich. Das Deutschlandticket betrachtet man als "spannenden Baustein im Rahmen des Mobilitätsangebotes", es sei aber hinsichtlich der Pendlermobilität nicht weitgehend genug.

"Ohne verbesserte Angebote im ÖPNV, für Pendler und andere Geschäftsreisende, wird eine Mobilitätswende nicht gelingen. Wir benötigen dringend eine Förderung für die Durchführung besserer Analysen des gewerblichen Mobilitätsbedarfs, bezogen auf die jeweiligen Standorte und eine bessere Vernetzung zwischen Wirtschaft und Kommunen/Verkehrsträgern", forderte der BBM.

Darüber hinaus spielen Unternehmen eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Elektromobilität. Der BBM fordert daher eine bessere Ladeinfrastrukturplanung, um die Einführung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen. Die Frage der Entwicklung und Einführung der Elektro-Mobilität bei Transportern und Lkw sieht man als von zentraler Bedeutung und sollte beschleunigt betrachtet werden. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) benötigten gezielte Förderprogramme im Bereich Mobilitätsmanagement.

In der Praxis sei die Einführung und Handhabung von Mobilitätsbudget auch deshalb erschwert, weil die steuerlich abweichenden Regelungen erhebliche Mehraufwände bei der Administration für Unternehmen mit sich bringen, kritisierte der Verband. Wir fordern eine Vereinfachung der Regeln für Mobilitätsbudgets und ggf. auch eine steuerliche Förderung analog einer Dienstwagensteuer für BEV. Die Politik sollte bestehende Förderangebote überdenken, um den Bedürfnissen dieser Unternehmen gerecht zu werden, appelliert der Verband weiter.

 

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