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Batteriesysteme: AKASOL sorgt für Energie im Mercedes eCitaro

Im Herbst startet die Serienfertigung der Akkus für den Elektro-Stadtbus, der zur IAA 2018 präsentiert wird. Nächste Generation in Planung: Sie soll ein Drittel mehr Energie bieten.

Komplexes Paket: Bei AKASOL in Langen werden künftig die Akkus für den eCitaro gefertigt. | Foto: AKASOL/Alexander Heimann
Komplexes Paket: Bei AKASOL in Langen werden künftig die Akkus für den eCitaro gefertigt. | Foto: AKASOL/Alexander Heimann
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Johannes Reichel

Der Akkuspezialist AKASOL AG und die Sparte Daimler Buses wollen die seit 2015 bestehende Zusammenarbeit bei Entwicklung und Serienfertigung von Batteriesystemen für den Elektrobus eCitaro weiter ausbauen. Im hessischen Langen startet im Herbst quasi mit der Vorstellung des Fahrzeugs auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover die Serienfertigung der ersten Generation vom Typ AKASYSTEM OEM. Darüber hinaus entwickelt der Batteriespezialist bereits jetzt in enger Partnerschaft mit dem Bushersteller die zweite Generation der Li-Ionen-Batteriesysteme. Diese sollen bis zum Jahr 2020 etwa 35 Prozent mehr Energie bieten und dazu beitragen, die Reichweite zu verbessern. "Statt der aktuell 25 Kilowattstunden Speicherkapazität pro Batteriepack, wird die zweite Generation 33 Kilowattstunden speichern können. Pro Fahrzeug bedeutet das eine Steigerung um 35 Prozent von 243 auf 330 Kilowattstunden – im identischen Bauraum, unverändertem Gewicht und Aufwärtskompatibilität", wirbt der Anbieter. Möglich mache dies die flexible Systemarchitektur.

Neben anderen Faktoren trage auch dieser Technologiesprung nach Angaben von Daimler Buses zu einer Vergrößerung der Reichweite des Fahrzeugs auf bis zu 200 Kilometer (nach Stadtfahrzyklus SORT2, mittelschwerer Stadtverkehr) und bis zu 250 Kilometer im Idealbetrieb. „Neben verbesserten Batteriezellen spielen bei der Entwicklung der zweiten Generation viele kleine Optimierungsschritte etwa im Batterie-Management-System und in der mechanischen Pack-Struktur eine Rolle“, erklärt AKASOL-Vorstand Sven Schulz. Dass man schon vor dem Start der ersten Serienfertigung von Daimler erneut beauftragt werde, sieht Schulz als positives Signal. Die Li-Ionen-Batteriesysteme beider Generationen sind schnellladefähig (bis zu 300 Kilowatt) und versorgen Zusatzverbraucher wie Klimaanlagen und das Bordnetz mit Energie. Entscheidend für Robustheit und Langlebigkeit der Batteriesysteme sei die effiziente Wasserkühlung, die eine dauerhafte Temperierung bei 25 Grad Celsius sicherstellt, womit die batteriebetriebenen Busse in sämtlichen Klimazonen betrieben werden können. Untergebracht sind die Hochleistungs-Batteriesysteme teilweise auf dem Dach und zudem im Heck.

Neben Daimler Buses zählen zu den aktuellen Kunden auch VDL Bus & Coach, Alexander Dennis, Alstom, Bombardier und Bucher Municipal. 2017 hatte der Akkuspezialist eine Fabrik für Hochleistungs-Batteriesystem mit einer jährlichen Kapazität von 300 MWh in Langen (Hessen) eröffne, nach eigenen Angaben Europas größte Produktionsstätte für Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Nutzfahrzeuge. In Langen können Batteriesysteme für bis zu 1.500 vollelektrische Busse oder bis zu 6.000 Nutzfahrzeuge pro Jahr produziert werden. Die Fertigungskapazität soll bis 2020 auf 600 MWh verdoppelt werden, so die Intention.

Was bedeutet das?

Mögen auch die Batteriezellen selbst aus Fernost kommen, auch im Zusammenfügen und passenden Paketieren derselben auf den jeweiligen Anwendungszweck hin liegt eine hohe Kunst, die AKASOL für den Bereich Nutzfahrzeuge wie kaum ein anderer Anbieter beherrscht. Insofern ist es konsequent, dass Daimler dies Zusammenarbeit ausdehnt und die Kompetenzen beider Häuser damit bündelt. Denn im Moment entscheidet auch das Tempo über Wohl und Wehe der hiesigen Bus- und Nutzfahrzeughersteller, in Sachen Elektromobilität den Anschluss nicht zu verlieren.

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