Batterierecycling: Fortum, BASF und Nornickel unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Die drei Konzerne Fortum, BASF und Nornickel haben eine Absichtserklärung zur Planung eines Batterie-Recycling-Clusters in Harjavalta, Finnland, unterzeichnet.

Das Recycling soll zu möglichst geschlossenen Rohstoffkreisläufen führen. | Grafik: BASF
Das Recycling soll zu möglichst geschlossenen Rohstoffkreisläufen führen. | Grafik: BASF
Gregor Soller

Das Recyceln von Akkus und den Rohmaterialien wird in Zukunft viel wichtiger werden. Auf diese Art kann ein geschlossener Kreislauf zur Wiederverwendung der in den Altbatterien enthaltenen kritischen Metalle ermöglicht werden. Das schont die Ressourcen und im Idealfall senkt es zusätzlich den CO2-Fußabruck. Ein wichtiger Schritt, wenn man davon ausgeht, dass der Bedarf an Batterien für die Verwendung im Elektrofahrzeugmarkt weiter wächst. Tero Holländer, Head of Business Development, Fortum Recycling and Waste, erklärt dazu:

„Durch das Recycling wertvoller Metalle in Lithium-Ionen-Batterien reduzieren wir die Umweltbelastung durch Elektroautobatterien, indem wir die Versorgung mit Kobalt, Nickel und anderen kritischen Metallen aus Primärquellen ergänzen.  Durch unsere frühere Übernahme des finnischen Wachstumsunternehmens Crisolteq, einem Experten für hydrometallurgische Verarbeitung mit niedrigem CO 2 -Ausstoß, sind wir sehr stolz darauf, dass Fortum nun in der Lage ist, die Rückgewinnungsrate von Wertstoffen in Lithium-Ionen-Batterien von fünfzig auf über achtzig Prozent zu erhöhen.“

Tim Ingle, Vice  President  Precious  Metals  Refining, Chemicals & Battery Recycling bei BASF, ergänzt dazu:

 „Die Kombination von Batteriematerialproduktion und -recycling ermöglicht die Kreislaufwirtschaft. Um die Elektrifizierung voranzutreiben, konzentrieren wir uns darauf, Lösungen für Kathodenmaterialien mit hoher Energiedichte und eine hocheffiziente Lithium-Extraktion für das Batterie-Recycling anzubieten.“

Laut Joni Hautojärvi, dem Geschäftsführer von Nornickel Harjavalta würde eine moderne Recyclinganlage neben Nornickel Harjavalta die Position des Konzerns als eine der nachhaltigsten Nickelraffinerien der Welt weiter stärken:

„Diese Einrichtung ist ideal für die nachhaltige Verarbeitung von zwei der wichtigsten Metalle, die in Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden. Die Entwicklung von Recyclinglösungen wird nicht nur die Strategie von Nornickel unterstützen, seinen CO 2 -Fußabdruck weiter zu senken und die Nachhaltigkeit zu verbessern. Es ist auch wichtig, die Industrie in die Lage zu versetzen, die wachsende Nachfrage nach kritischen Metallen im Elektrofahrzeugsektor zu befriedigen“. 

Was bedeutet das?

Zusammenschlüsse wie der von Fortum, BASF und Nornickel sind auch auf dem Rohstoffsektor gewinnbringend und nötig. Denn in Zukunft wird der Bedarf an hochwertigen Rohmaterialien massiv steigen und das Recycling entsprechend viel wichtiger werden.

 

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