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Batteriefertigung: Volkswagen steigt bei Northvolt ein - und BMW fährt mit

Autohersteller investiert 900 Millionen Euro in den schwedischen Batteriespezialisten und treibt damit die Pläne für eine eigene Batteriezellfertigung weiter voran. Neben VW ist auch die BMW Group an 1-Milliarde-Eigenkapitalbeschaffungsrunde des Anbieters beteiligt.

Große Pläne: Bis 2021 soll in Schweden eine Gigafactory für Batterien entstehen. Baubeginn ist schon im August. VW will in Salzgitter eine eigene Fabrik errichten. | Foto: Northvolt
Große Pläne: Bis 2021 soll in Schweden eine Gigafactory für Batterien entstehen. Baubeginn ist schon im August. VW will in Salzgitter eine eigene Fabrik errichten. | Foto: Northvolt
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Johannes Reichel

Die Volkswagen AG treibt seine Elektro-Offensive weiter voran und hat in diesem Kontext eine Investition von 900 Mio. Euro in gemeinsame Batterieaktivitäten mit Northvolt AB bekannt gegeben. Ein solcher Schritt war vor Wochen bereits vermutet worden, als der Aufbau einer eigenständigen Batteriezellfertigung von VW kommuniziert worden war. Von der Summe sei ein Teil für ein geplantes Joint Venture mit dem schwedischen Batteriehersteller vorgesehen. Ein weiterer soll direkt an Northvolt AB gehen. Im Gegenzug erhält Volkswagen rund 20 Prozent der Anteile an Northvolt AB und einen Sitz im Aufsichtsrat, vorbehaltlich der kartellrechtlichen Prüfung. Ein 50/50-Joint-Venture soll im Laufe des Jahres gegründet werden.

Ziel sei der Aufbau einer 16 Gigawattstunden-Batteriezellfertigung in Europa. Es ist geplant, das Werk frühestens ab 2020 in Niedersachsen (Salzgitter) aufzubauen, sofern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hierfür erfüllt seien, wie der Hersteller einschränkend mitteilt. Um den Jahreswechsel 2023/2024 ist dann der Start der Batteriezellen-Produktion für Volkswagen vorgesehen.

„Volkswagen schafft auf allen Ebenen die Voraussetzungen für die Umsetzung seiner Elektrifizierungsstrategie. Mit Northvolt haben wir jetzt auch einen europäischen Partner gefunden. Mit dem Know-how und nachhaltigen, CO2-optimierten Produktionsprozessen in der Batteriezell-Fertigung wollen wir auch in Deutschland die Zell-Herstellung vorantreiben", kommentierte VW-Beschaffungsvorstand Stefan Sommer.

Der Konzern hat im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie allein in Europa einen jährlichen Bedarf von mehr als 150 Gigawattstunden ab 2025 ausgemacht – und rechnet in Asien mit Volumina in gleicher Größenordnung.

Northvolt ist ein europäischer Hersteller von nachhaltigen, hochwertigen Batteriezellen und -systemen. Derzeit baut das Unternehmen in Schweden eine Pilot-Fertigung von Batteriezellen sowie eine Batteriezellen-Fabrik mit einem Volumen von zunächst 16 Gigawattstunden auf. Northvolt wurde 2016 von zwei Ex-Tesla-Ingenieuren gegründet, um in Europa den Übergang in eine emissionsfreie Zukunft voranzutreiben. Northvolt arbeitet erfolgreich an seiner Mission, die umweltfreundlichste Lithium-Ionen-Batterie der Welt bereitzustellen mit dem Fokus auf minimalen CO2-Ausstoß und den höchsten Ambitionen für das Recycling. Zu den industriellen Partnern und Kunden von Northvolt zählen neben der Volkswagen AG auch Scania, ABB, Siemens, Vattenfall, Vestas sowie von Pkw-Herstellern vor allem BMW beteiligt.

"Northvolt teilt unseren Ansatz von Nachhaltigkeit, von der regenerativen Energieerzeugung bis hin zu konsistentem Recycling Management. Mit unserer flexiblen Architektur und der bereits fünften Generation elektrischer Antriebe, werden wir in der Lage sein, höhere Produktionsvolumina zu skalieren. Deshalb nutzen wir unser Know-How, um die Entwicklung einer Batteriewertschöpfungskette in Europa mit einigen Partner voranzutreiben", meinte BMW-Technik-Vorstand Klaus Fröhlich zu dem Schritt.

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