Bafa: Umweltbonus-Anträge stagnieren

Wenn man die Bafa-Zahlen betrachtet, kann von einem E-Auto-Boom keine Rede mehr sein. Bis 31.7. wurden 130.640 Umweltbonus-Anträge gestellt

Im Juli führte erneut Teslas Model 3 die Antragszahlen an, aber auf geringerem Niveau wie im Juni. | Foto: Tesla
Im Juli führte erneut Teslas Model 3 die Antragszahlen an, aber auf geringerem Niveau wie im Juni. | Foto: Tesla
Gregor Soller

Bis zum 31. Juli 2019 sind bei der Behörde insgesamt 130.640 Anträge auf die Kaufprämie eingegangen, davon 86.694 für rein Batterie-elektrische Fahrzeuge, 43.860 für Plug-in-Hybride und 86 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Im Juli selbst waren es 5.232 neue Anträge auf den Umweltbonus, davon 3.720 Anträge für rein Batterie-elektrische Fahrzeuge ein – 54 weniger als im Juni 2019. Das waren 54 weniger als im Juni. Dazu kamen 1.500 Anträge für Plug-in-Hybride und 12 Anträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Damit stagniert das Niveau der neuen Anträge, zwar auf vergleichsweise hohem Niveau im Vergleich zu den Vorjahren – aber es stagniert eben!

Weiter nachgefragt ist das Tesla Model 3, für das 733 neue Anträge gestellt wurden, im Juni waren es noch 795. Im vergangenen Monat kamen aber nur noch 733 neue Anträge hinzu, statt deren 795 im Juni. Auch Renault Zoe (594 statt 697 Anträge) und Smart Fortwo (344 statt 448 Anträge) kühlten sich ab, doch immer noch vereinen diese drei Modelle mit gut 54 Prozent über die Hälfte aller Neuanträge auf sich. Bei en Gesamtzahlen führt BMW mit 21.110 Anträgen vor Renault mit 17.530 Anträgen und VW mit 14.900 Anträgen. Tesla bleibt hier mit 7735 Anträgen nur Rang sieben. Stark: Mitsubishi mit 9162 Anträgen auf Rang fünf! Womit der Outlander PHEV erneut zeigte, wie wichtig er ist. Genau Zahlen findet man unter

https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/emob_zwischenbilanz.html

Was bedeutet das?

Betrachtet man die Bafa-Antragszahlen, kann von einem E-Auto-Boom derzeit keine Rede mehr sein – vielmehr verharren die Zahlen auf dem bestehenden Niveau. Wie diese Stagnation einzuordnen ist, wird sich erst 2020 zeigen. Dann gibt es viele neue Modelle und dann kann man auch einschätzen, wie sich die Wirtschaft weiterentwickelt – die sich aktuell in dezenter Talfahrt befindet.

 

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