Werbung
Werbung
Werbung

BAFA bestätigt: Umweltbonus wird bis Ende 2020 verlängert.

Der Einbau eine akustischen Signals wird ab 1.7. pauschal mit 100 Euro gefördert.

In der Stadt müssen Stromer jetzt künstliche Zusatzgeräusche machen. Wer nachrüstet, erhält dafür pauschal 100 Euro Förderung. | Foto: Jaguar
In der Stadt müssen Stromer jetzt künstliche Zusatzgeräusche machen. Wer nachrüstet, erhält dafür pauschal 100 Euro Förderung. | Foto: Jaguar
Werbung
Werbung
Gregor Soller

Ende Mai stand fest: Das Bundeswirtschaftsministerium verlängert die Kaufprämien für Elektroautos und Plug-in-Hybride bis Ende 2020. Jetzt wurde die Änderung auch beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) offiziell veröffentlicht. Die Neuregelung gilt ab dem 1. Juli. Entsprechend wird der Umweltbonus mit identischen Fördersätzen bis zum 31. Dezember 2020 weiter fortgeführt. Neu hinzu kam allerdings der  Einbau eines akustischen Warnsystems, auch  Acoustic Vehicle Alerting Systems (AVAS) genannt, das vor allem die Verkehrssicherheit blinder oder sehbehinderter Menschen erhöhen soll. Die Fördersumme dafür beträgt pauschal 100 Euro.

Die Prämie für den Erwerb eines neuen Elektroautos kann weiterhin beim BAFA beantragt werden. Es gelten also über Ende Juni hinaus folgende Fördersätze: Batterie-elektrische Pkw und Brennstoffzellen-Autos werden mit je 2.000 Euro von Staat und Hersteller bezuschusst. Plug-in-Hybride werden mit je 1.500 Euro gefördert. Auch die 60.000-Euro-Grenze bleibt: Der Netto-Listenpreis für das Basismodell darf 60.000 Euro nicht überschreiten.

Die Prämie wird immer besser angenommen, wobei Flotten und gewerbliche Nutzer vor allem die 0,5-Prozent-Regel als Treiber sehen und goutieren. Bis zum 31.5.2019 gingen bei der Behörde insgesamt 120.071 Anträge ein, davon 79.200 für rein Batterie-elektrische Fahrzeuge, 40.802 für Plug-in-Hybride und 69 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge. 

Was bedeutet das?

Dass die Prämie verlängert werden würde, war weit Jahresbeginn klar, zumal viele Hersteller erst 2020 beginnen, ihre elektrifizierten Programme auszurollen. Eher Unsinn ist dagegen das künstliche Geräusch: Denn bei niedrigen Geschwindigkeiten sind es vor allem die Reifen und deren (zugegebenermaßen) leisen Abrollgeräusche, die man von einem Auto hört. Was übrigens auch für neue Benziner und Diesel gilt, die in diesen Geschwindigkeitsbereichen deshalb ähnlich leise unterwegs sind wie Stromer. Zu Problemen kommt es in den meisten Fällen wegen mangelnder Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer – da wäre ein stärker kontrolliertes Kopfhörer- oder Smartphoneverbot im Straßenverkehr zielführender!

 

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung