Baden-Württemberg will Ladestationen in den Städten finanzieren

Das Baden-Württembergische Verkehrsministerium veröffentlichte einen Förderaufruf zur Errichtung von urbanen Schnellladehubs. Es sollen die Beschaffung und Errichtung neuer, öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur inklusive des dafür erforderlichen Netzanschlusses gefördert werden.

Förderaufruf in Baden-Württemberg für urbane Schnellladehubs. | Foto: G. Soller
Förderaufruf in Baden-Württemberg für urbane Schnellladehubs. | Foto: G. Soller
Redaktion (allg.)

Gefördert werden sollen Schnellladehubs mit mindestens acht bis maximal 20 neuen DC-Ladepunkten mit mindestens 75 kW Ladeleistung pro Ladepunkt – also Ladesäulen mit 150 kW, welche die Leistung bei der Belegung beider Ladepunkte teilen.

Auch wenn dies der erste offizielle Förderaufruf ist, gab es vom Verkehrsministerium bereits ähnliche Förderungen. Bei dem Projekt USP-BW hat EnBW bereits Schnellladehubs in mehreren Städten des Bundeslandes errichtet.

Damit Ladestandorte als Schnellladehubs definiert werden, müssen die Ladepunkte „unmittelbar aneinander angrenzen“. Demnach dürften diese nicht auf verschiedene Bereiche eines Parkplatzes oder Geländes aufgeteilt werden. Außerdem müssten die Ladepunkte jeden Tag und rund um die Uhr zugänglich sein. Dies ist besonders relevant für Ladepunkte, die zum Beispiel auf Parkplätzen des Einzelhandels stehen.

Was auch gefördert werden könne, wären optional öffentlich zugängliche Ladepunkte mit einer geringeren Ladeleistung sowie weitere Angebote der nachhaltigen Mobilität im Rahmen des Aufbaus von urbanen Schnellladehubs.

Unabhängig welcher Fall vorliegt, liegt die maximale Förderquote bei 50 Prozent. Normal-Ladepunkte bis 22 kW (AC und DC) werden mit bis zu 2.500 Euro gefördert. Bei DC-Ladepunkten bis 100 kW sind es maximal 10.000 Euro, über 100 kW sogar 20.000 Euro. Bei Anschluss an das Niederspannungsnetz wird mit bis zu 10.000 Euro bezuschusst, beim Anschluss an die Mittelspannung sind es 100.000 Euro. Die Kombination aus Pufferspeicher mit Netzanschluss wird ebenfalls gefördert.

Das Verkehrsministerium des Landes schreibt außerdem in einer Mitteilung, dass auf Grundlage des Aspektes der Wirtschaftlichkeit für die Errichtung neuer Ladeinfrastruktur ein Auswahlverfahren bzw. Ranking durchgeführt werde. „Der Antrag, bei dem relativ zu den anderen Anträgen die maximal mögliche Förderung am meisten unterschritten wird, erhält dabei eine bessere Platzierung im Ranking“, heißt es weiter. Es müssten auch mehr als 500 Menschen in dem Quadratkilometer rund um den Hub leben, womit Schnellladehubs an Autobahnen (Rastplätzen oder Raststätten) nicht förderfähig wären.

Was bedeutet das?

Baden-Württemberg will die Elektromobilität in den Städten fördern, was einen großen Schritt in Richtung abgasfreie Lebens- und Arbeitsräume bedeuten würde, da vor allem hier die Luftqualität besonders schlecht ist.

Autor: Can Schneider/Huss-Verlag

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