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Avocargo: E-Cargobike-Sharer geht insolvent und hofft auf Käufer

Überraschend muss das Berliner Start-up für Lastenrad-Sharing Insolvenz anmelden, wegen einer Finanzierungsrunde. Dennoch hofft man auf eine Fortführung des zukunftsträchtigen Geschäftsmodell mit geteilten Lastenrädern im Free Floating - und auf einen Käufer.

Auto-Ersatz: Auch mit Kind & Kegel ein autofreies Leben ermöglichen, will das Berliner Start-up Avocargo. | Foto: Avocargo
Auto-Ersatz: Auch mit Kind & Kegel ein autofreies Leben ermöglichen, will das Berliner Start-up Avocargo. | Foto: Avocargo
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Johannes Reichel

Der Berliner Cargobike-Sharing-Dienst Avocargo hat überraschend Insolvenz anmelden müssen. Wie das Magazin Gründerszene vermeldete, wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter Philipp Grauer aus Hamburg bestellt. Bis vor kurzem hatte Gründer Matti Schur sich noch überzeugt gezeigt vom Konzept und Erfolg des stark expandierenden Unternehmens. Jetzt durchkreuzt eine Finanzierungsrunde die Pläne. Gemäß dem Insolvenzverwalter bestünden aber gute Chancen, das Unternehmen weiterzuführen, sofern es keine Altlasten gebe. Das Geschäftsmodell mit geteilt genutzten E-Cargobikes in in jedemfalls zukunftsträchtig. Für die Weiterführung des Unternehmens werde nun ein Verkauf angestrebt, keine neue Finanzrunde. Die Firma war erst 2021 von Matti Schurr und den Partnern Marc Tabrizi und Loic Pinel gegründet worden und hatte noch im selben Jahr einen Free-Floating-Service für elektrisch unterstützte Lastenräder in Berlin gelauncht. Die Räder sind wie Free-Floating-Automobile frei im Geschäftsgebiet des Anbieters anmietbar und wieder abstellbar. Neben Berlin waren die Bikes auch in München immer häufiger anzufinden, etwa in der Maxvorstadt und Isarvorstadt. Aktuell wird allerdings nur noch Berlin als Geschäftsgebiet ausgewiesen.

Zuletzt hatte der Anbieter sein Portfolio auch erweitert und ein Abo-Modell für die relative einfachen, aber robusten und kostengünstigen, zweispurigen Backfiets-Räder von Babboe gestartet, das ab einem Monat für 199 Euro/mtl. buchbar war und für 12 Monate bei 129 Euro/mtl. startete. 

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