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Autosalon Genf: Hyundai fährt mit Kona Elektro vor

Wie angekündigt legt der koreanische Hersteller zeitnah eine Elektrovariante des Kompakt-SUV nach und schiebt zudem den Brennstoffzellen-SUV Nexo ins Rampenlicht.

Unter Strom: Der Kona Elektro soll dem SUV-Konzept zeitgemäße Effizienz angedeihen lassen. | Foto: Hyundai
Unter Strom: Der Kona Elektro soll dem SUV-Konzept zeitgemäße Effizienz angedeihen lassen. | Foto: Hyundai
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Johannes Reichel

Der koreanische Hersteller Hyundai Motor hat für den Autosalon in Genf drei Neuheiten angekündigt. Neben der nächsten Generation des konventionellen SUV Santa Fe weisen vor allem das neue Brennstoffzellenfahrzeug Nexo sowie das elektrisch angetriebene SUV Kona Elektro in die Zukunft. Alle drei Modelle kommen bis zum Herbst 2018 in den Handel.

Der neue Hyundai Kona Elektro soll zwei Trends Rechnung tragen: Batterieelektrisch angetriebene Fortbewegung mit einem SUV-Fahrzeugkonzept. Das Modell wird in zwei Antriebsvarianten mit unterschiedlich großen Hochvolt-Batterien angeboten. Nach neuem Fahrzyklus WLTP soll die Reichweite des Kona Elektro bis zu 470 km betragen. Der 1,80 Meter breite SUV baut auf einer neu entwickelten, eigenständigen Plattform auf. Erstmals bietet Hyundai bei einem Volumenmodell der Marke ein Head-up-Display an.

Der etwas größer dimensionierte Nexo basiert als Nachfolger des Hyundai ix35 Fuel Cell ebenfalls auf einer eigenständigen Plattform und verfügt über eine überarbeitete Brennstoffzellentechnologie. Obwohl die Leistung des Elektroantriebs um 20 kW (27 PS) gesteigert wurde und das Wasserstofftankvolumen im Vergleich zum Vorgänger eine ähnliche Größe aufweist, soll die Reichweite bei rund 800 Kilometer nach NEFZ liegen. Das entspreche einer Steigerung von mehr als 30 Prozent, reklamiert der Hersteller.

Grundlade dafür ist vor allem der verbesserte Wirkungsgrad der Brennstoffzelle von jetzt 60 Prozent. Zudem zeigt sich der Nexo aerodynamisch optimiert mit einem flächig verkleideten Unterboden, versenkten Türgriffen, zweiteiligen Aero-Felgen und dem Luftkanal an der D-Säule. Das Brennstoffzellen-SUV verfügt über ein Bündel an Fahrerassistenzsystemen, etwa der Blind Spot View Monitor, der beim geplanten Spurwechsel die Fahrzeugumgebung im Fahrerdisplay angezeigt.

Was bedeutet das?

Huyndai hält die Schlagzahl enorm hoch und setzt mit eiserner koreanischer Konsequenz nach in Sachen alternative Antriebe. Wenn ein Konzept dem eigentlich zweifelhaften Sinn des SUV-Trends zu kompensieren vermag, dann der Elektroantrieb, der bei weitem nicht so empfindlich auf hohes Gewicht reagiert wie verbrennungsmotorisch angetriebene Fahrzeuge. Sollte der Kona ähnlich effizient mit der Energie umgehen wie schon der Hyundai Ioniq, dann könnte der hochbeinige Stromer das Feld der Kompakt-SUV ordentlich aufmischen. Vielleicht schafft er den Spagat zwischen Genuss ohne Reue. Und der Nexo? Der zeigt, was geht in Sachen Fuel Cell. 800 Kilometer Reichweite, das macht dem Technikpionier so schnell kein batterieelektrischer SUV nach.

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