Autonomes Fahren: ECARX beteiligt sich an Volvo-Tochter Zenseact

Chinesischer Spezialist für Vernetzungstechnologie im Fahrzeug steigt bei der Volvo-Tochter für autonomes Fahren Zenseact ein und will die Entwicklung der Automatisierungstechnik forcieren.

Schneller autonom: Volvo gibt in China mächtig Gas beim automatisierten Fahren und hofft jetzt auf technologischen Rückenwind vom Spezialisten ECARX. | Foto: Volvo
Schneller autonom: Volvo gibt in China mächtig Gas beim automatisierten Fahren und hofft jetzt auf technologischen Rückenwind vom Spezialisten ECARX. | Foto: Volvo
Johannes Reichel

Der private chinesische Anbieter für vernetzte Fahrzeugtechnik ECARX hat ein Investment in die Volvo-Cars-Tochter Zenseact bekanntgegeben und beteiligt sich mit 15 Prozent an der auf autonome Fahrsoftware spezialisierten Sparte der Schweden. Die Investition soll die weitere Entwicklung autonomer Fahr- und Sicherheitstechnik beschleunigen, so hofft man. Aufbauend auf der globalen Software-Plattform von Zenseact, planen die Unternehmen außerdem eine Zusammenarbeit beim autonomen Fahren in China. Die strategische Investition und die geplante Zusammenarbeit sollen den Anbieter auf dem größten Automobilmarkt der Welt stärken. Man könne die Technik dadurch auch schneller im Reich der Mitte einsetzen und nutzen, innerhalb der zum Geely-Konzern gehörenden Marken und darüber hinaus, so die Hoffnung.

„Zenseact ist ein Pionier auf dem Gebiet der selbstfahrenden Technik. Diese strategische Investition von ECARX ermöglicht uns eine schnellere Skalierung in China“, erklärt Håkan Samuelsson, der sowohl CEO und Präsident von Volvo Cars als auch Aufsichtsratsvorsitzender (Chairman) von Zenseact ist.

In einem ersten Schritt liefert Zenseact Technik für die nächste Generation von Volvo und Polestar Modellen, die über neue aktive Sicherheitsfunktionen und die Möglichkeit des autonomen Fahrens auf Autobahnen verfügen, skizziert der Hersteller. Durch das strategische Investment profitiere die Volvo-Sparte von der steigenden Nachfrage nach autonomer Fahrtechnik in China. Das Unternehmen arbeitet mit der auf LiDAR-Sensoren spezialisierten Firma Luminar zusammen, um ein Komplettangebot offerieren und kommerzialisieren zu können.

„Es ist an der Zeit, das autonome Fahren und die Sicherheitstechnik noch mehr chinesischen Kunden anzubieten“, erklärt Ödgärd Andersson, CEO von Zenseact. Autofahrer im ganzen Land erhielten dadurch bald Zugang zu mehr Sicherheit durch neue Software und künstliche Intelligenz. Dadurch ließen sich Unfälle vermeiden, Leben retten und das Fahren angenehmer machen, verspricht Andersson. Bereits im Frühjahr hatten die beiden Unternehmen ein Joint Venture für die Infotainment-Entwicklung angekündigt.

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