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Autonomer e-Golf fährt sicher im Stadtverkehr

Pilotprojekt eines mit aufwändiger Sensortechnik bestückten Elektro-Golf ergibt auch im dichten Stadtverkehr ein meist sicheres Handling und keine kritischen Situationen.

Autonomen-Viertel: Auf einer Teststrecke waren auch die Ampeln mit dem e-Golf vernetzt, der mit üppiger Sensortechnik bestückt war. | Foto: VW
Autonomen-Viertel: Auf einer Teststrecke waren auch die Ampeln mit dem e-Golf vernetzt, der mit üppiger Sensortechnik bestückt war. | Foto: VW
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Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Volkswagen hat eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Testfahrten mit einer Flotte von fünf vollautomatisiert fahrenden e-Golf in Hamburg gezogen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Wagen selbst im dichten Großstadtverkehr immer sicher unterwegs sind. Seit März dieses Jahres nutzt Volkswagen für die Tests einen Teilabschnitt der von der Hansestadt eingerichteten Strecke für automatisiertes und vernetztes Fahren (TAVF). Bisher seien keine kritischen Situationen aufgetreten, das Fahrzeug habe sich unter allen Umständen "regelkonform verhalten", konstatierte der Leiter der Volkswagen Group Innovation, Axel Heinrich. Vor allem die Kommunikation vom Auto zu den vernetzten Ampeln der ausgewiesenen Teststrecke mittels WLANp-Technologie habe hervorragend und für besseren Verkehrsfluss gesorgt. Während der Fahrten hätte vor allem das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer eine besondere Herausforderung an die Testflotte dargestellt.

"Die automatisierten Funktionen der Fahrzeuge fanden aber selbst bei hohem Verkehrsaufkommen schnell sichere Lösungen", so das Resumèe.

Die e-Golf-Flotte, mit der unter realen Bedingungen automatisiertes Fahren bis Level 4 in einer deutschen Großstadt getestet wird, wurde von Volkswagen Group Innovation aufgebaut. Die eingesetzten Fahrzeuge verfügen über elf Laser-Scanner, sieben Radare und 14 Kameras. Bis zu fünf Gigabyte pro Minute beträgt der Datenaustausch bei den regelmäßigen Testfahrten, die sich jeweils über mehrere Stunden erstrecken. Dafür steckt die Rechenleistung von rund 15 Laptops im Kofferraum, skizziert der Hersteller. Die Rechenleistung sowie präzise Sensortechnik sorgten dafür, dass Fußgänger, Fahrradfahrer, andere Autos, Kreuzungen, Vorfahrtsregeln, parkende Fahrzeuge und Fahrstreifenwechsel im fließenden Verkehr auf kürzesten Distanzen und in Millisekunden erfasst würden.

"Trotz der Vielfalt und Komplexität der Informationen muss die künstliche Intelligenz der Fahrzeugsoftware alle relevanten Objekte wahrnehmen und reagieren, darf aber keinen falschen Alarm auslösen", schildert der Hersteller die Schwierigkeit.

Dabei werde mit unterschiedlichen Ansätzen für künstliche Intelligenz gearbeitet. Unter anderem setzt man etwa auf sogenanntes Deep Learning, neuronale Netzwerke und Mustererkennungsverfahren. Aus Sicherheitsgründen saß bei den Testfahrten in Hamburg durchgehend ein besonders geschulter Testfahrer am Lenkrad, der im Notfall eingreifen kann. Vom Funtionieren der Technik konnten sich auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und der Hamburger Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Michael Westhagemann, bei einer Mitfahrt in einem Testwagen direkt überzeugen. Bundesminister Andreas Scheuer befand:

„Das automatisierte und vernetzte Fahren bietet nicht nur neue Möglichkeiten für den Stadtverkehr und den ÖPNV, sondern auch für mehr Sicherheit und Klimaschutz.“

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