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Automatisiertes Fahren: Bosch und Daimler setzen auf Nvidia-Plattform

Bosch und Daimler werden KI-Prozessoren und Betriebssoftware der Drive-Pegasus-Plattform des US-Tec-Unternehmens Nvidia nutzen.

Für das autonome Fahren in der Stadt müssen blitzschnell enorme Datenmengen verarbeitet werden. | Foto: Daimler
Für das autonome Fahren in der Stadt müssen blitzschnell enorme Datenmengen verarbeitet werden. | Foto: Daimler
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Gregor Soller

Das vollautomatisierte und fahrerlose Fahren in der Stadt erfordert laut Daimler eine vielseitige, redundante Systemarchitektur und höchstes Level an funktionaler Sicherheit. Denn automatisierte Fahrzeuge sind komplexe, rollende Computer. Vor allem, wenn sie sich selbstständig im urbanen Verkehr bewegen sollen und eine Vielzahl verschiedener Umfeldsensoren zum Einsatz kommt.

In ihrer Kooperation zum vollautomatisierten und fahrerlosen Fahren in der Stadt haben Bosch und Daimler jetzt die erforderliche Rechenleistung für ihr Fahrsystem definiert. Zudem haben die Partner das US-Technologieunternehmen Nvidia als Lieferanten für die benötigte KI-Plattform ausgewählt. Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wichtiger Baustein für den aus mehreren Einzelsteuergeräten bestehenden Steuergeräteverbund von vollautomatisierten und fahrerlosen Fahrzeugen. Zum Lieferumfang von Nvidia gehört neben der sogenannten Drive-Pegasus-Plattform mit leistungsfähigen KI-Prozessoren auch Betriebssoftware. Darauf laufen die von Bosch und Daimler mit maschinellen Lernverfahren erzeugten Algorithmen für die Fahrzeugbewegung. Insgesamt erreicht der Steuergeräteverbund eine Rechenkapazität von Hunderte Billionen Rechenoperationen in der Sekunde. Das entspricht so viel, wie mindestens sechs zusammengeschaltete, hochmoderne Computer-Arbeitsplätze leisten. Außerdem können Bosch und Daimler auf Kompetenzen von Nvidia bei der Entwicklung der Plattform zurückgreifen.

Der Steuergeräteverbund führt die Daten aller Umfeldsensoren zusammen – auch Sensordatenfusion genannt –, wertet sie innerhalb von Sekundenbruchteilen aus und plant darauf aufbauend den Fahrweg. Das ist vergleichbar schnell wie ein Schmerzreiz beim Menschen, der zwischen 20 und 500 Millisekunden braucht, bis er im Gehirn ankommt. Um maximale Sicherheit und Zuverlässigkeit zu erreichen, werden die erforderlichen Rechenoperationen in verschiedenen Schaltkreisen parallel durchgeführt. Für den unwahrscheinlichen Fall einer Störung kann damit blitzschnell auf diese parallelen Rechenergebnisse zurückgegriffen werden. Aufgrund der hohen Rechenkapazität und der Vielzahl der durchzuführenden Rechenoperationen muss der Steuergeräteverbund gekühlt werden. Als Zielfahrzeuge für das gemeinsam zu entwickelnde Fahrsystem zum vollautomatisierten und fahrerlosen Fahren in der Stadt plant Mercedes-Benz batterieelektrische Fahrzeuge.

Was bedeutet das?

Auch Daimler und Bosch gehen den nächsten Schritt in Richtung autonomes Fahren und verlassen sich hier ebenfalls auf die Unterstützung von Nvidia – einem Tec-Unternehmen, dass sich in der Branche mittlerweile einen guten Namen erworben hat, wenn es um das Thema KI und autonomes Fahren geht.

 

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