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Auto im Abo: Care by Volvo

Ab 1.11. startet Volvos neues "Auto-Abo-Carepaket", das alle Kosten bis auf Sprit beinhaltet.

Patrick Wendt (l.), Leiter von Care by Volvo Deutschland erläutert die Details, nachdem Volvo CEO Hakan Samuelsson (Mitte) und Thomas Bauch (re.) Geschäftsführer Volvo Deutschland "Care by Volvo" vorgestellt haben. | Foto: G. Soller
Patrick Wendt (l.), Leiter von Care by Volvo Deutschland erläutert die Details, nachdem Volvo CEO Hakan Samuelsson (Mitte) und Thomas Bauch (re.) Geschäftsführer Volvo Deutschland "Care by Volvo" vorgestellt haben. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Nach einjähriger Pilotphase startet Volvo sein Flatrate-Mobilitätspaket. Das war CEO Hakan Samuelsson so wichtig, dass er dazu persönlich nach München reiste, um das Projekt in den Coworking Arbeitsräumen „Wework“ zu präsentieren. Kurz gesagt handelt es sich dabei um eine „All-in“-Miete über 24 Monate, die bei knapp 420 Euro beginnt, per Smartphone binnen Minuten gebucht werden kann, 15.000 Kilometer for free beinhaltet und vor allem auf Privatleute und kleine Flotten oder Gewerbetreibende zielt.

Einer der Hauptgrüne laut Samuelsson: Wir sehen einen Trend, der klar weggeht vom traditionellen Kauf, ähnlich wie beim Smartphone. Entsprechend wolle man den Kunden ein sehr transparentes Angebot direkt ab Hersteller machen, wobei die Händler als „Backup“ voll eingebunden sind. Und das Paket ist gut gepackt: Es enthält Steuer, Versicherung und alle Wartungen und Reparaturen. Zudem „kümmert“ sich Volvo um die Servicetermine per Hol- und Bringdienst sowie den Reifenwechsel samt Einlagerung. Und packt noch eine SIM-Card mit 10GB Datenflatrate oben drauf.

Das kostet dann laut Thomas Bauch, Geschäftsführer von Volvo Car Germany monatlich je rund 1,2 Prozent des jeweiligen Bruttolistenpreises des Autos, was je nach Modell Raten zwischen 420 und rund 800 Euro ergeben dürfte. Vorteil: Die Versicherung lässt auch andere Fahrer zu und man kann bei Bedarf wechseln. Das kostet in den ersten 24 Monaten allerdings knapp 590 Euro netto und wer vor Ablauf der 24 Monate sein „Carepaket“ kündigen möchte, muss für den Ausstieg knapp 1100 Euro berappen. Womit Volvo zu kurze Buchungszeiträume unterbinden möchte, ebenso wie kurze Leasingraten abschreibungstechnisch sehr teuer werden.

Zum Buchen hat Volvo die Webseite www.das-abo.com eingerichtet, die ab 1.11. freigeschaltet ist. Sollte man sein Wunschauto nicht sofort bekommen, stellen die Schweden vorübergehend ein Übergangsfahrzeug. Hinter den Kulissen wurde das Angebot laut Bauch noch mehrmals „umgestrickt“. Man hatte Varianten von 6, 12, 24 und 36 Monaten angedacht, ebenso wie weitere Services, die laut Care-Verantwortlichem Patrick Wendt, aber sukzessive ergänzt werden können.

Er beantwortet auch gleich die Fragen, die Volvo mit seinem Care-Paket beantworten will, die da lauten: Warum muss ich mich immer an ein Fahrzeug binden? Warum muss ich mich selbst darum kümmern? Wie kann ich einfacher an mein Fahrzeug kommen? Warum sind die Gesamtkosten nicht planbar? Und, vielleicht ganz wichtig: Warum gibt es keine Rundumbetreuung? All diese Fragen soll das „Care by Volvo“-Abo jetzt beantworten.

Das natürlich nicht nur Privatleute, sondern zur Hälfte auch kleine Fuhrparks oder Firmenwagennutzer, die nur ein Auto haben, orderten. Darüber hinaus hat man laut Bauch dann doch auch größere Flotten im Blick: Wenn ab 2019 nämlich Leasingfahrzeuge bilanziert werden müssen, könnte ein Mietmodell bilanziell interessanter werden. Gleichwohl sieht man für Großflotten weiter das Schwedenlaesing vor, das in Summe günstigere Konditionen bieten kann. Und bei der Rückgabe? Sollten die Kunden laut Bauch keine bösen Überraschungen erleben, da „Care by Volvo“ gewisse Abnutzungsspuren berücksichtigt. Wie schlimm die genau aussehen dürfen, lies Bauch allerdings offen. Ebenso Schadensfälle, die mit 500 Euro Selbstbeteiligung getilgt werden müssen – allerdings kann man sich auch hier über höhere Raten „herunterbuchen“. Ebenso wie man sich höhere Kilometerleistungen aufbuchen kann. Das gilt auch für Elektromobilität und Ladetechnik – auch hier sieht Bauch künftig noch zahlreiche Optionen.

Denn wie Wendt schon andeutete: Das Paket ist flexibel geschnürt und wird immer mal wieder geöffnet und im Detail neu eingewickelt, um die Services zu erweitern. Oder wie Hakan Samuelsson es auf den Punkt bringt: Gestern war es das Auto, heute ist es das Abo!

Was bedeutet das?

Volvo Cars ist der erste Hersteller, der mit care by Volvo ein Miet- respektive Abomodell anbietet. Das vor allem für diejenigen gedacht ist, die auch in Coworking-Spaces statt eigenen Büros arbeiten und sich weder um Büro noch eben um ihr Auto kümmern wollen. Für die Zukunft rechnen die Schweden mit einem deutlichen Anstieg derartiger „Subscriptionsmodelle“, von denen bald weitere folgen werden.   

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