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Auto Expo Delhi 2018: Tata feiert 150. Geburtstag mit Weltpremieren

Tata zeigte 26 „Integrierte Mobilitätslösungen“ in mehreren Themenbereichen.

Stolz: Tata-CEO Günter Butschek, N. Chandrasekaran, Chairman Tata Sons and Tata Motors und Mayank Pareek, President Pkw (v.l.) | Foto: Tata Motors
Stolz: Tata-CEO Günter Butschek, N. Chandrasekaran, Chairman Tata Sons and Tata Motors und Mayank Pareek, President Pkw (v.l.) | Foto: Tata Motors
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Gregor Soller

Indiens Großkonzern Tata feiert 150-jähriges Jubiläum. Und obwohl die Pkw-Produktion bis heute keine international durchschlagenden Stückzahlen erreichte (der Mutterkonzern fertigt nur rund ein Drittel der auch nicht großen Tochter Jaguar-Land Rover), hält Tata am Pkw fest und gönnte sich  jetzt neue Modelle und ein neues Erscheinungsbild. Modern das bekannte Motto des Austellugspavillions: "Smart Mobility, Smart Cities" . Dabei sieht sich Tata als einziger indischer OEM mit einem durchgängigen Produktportfolio in allen Passagier- und Nutzfahrzeugklassen in der Lage, eine wichtige Rolle in den Smart Cities der Zukunft einzunehmen.

Trotzdem bleibt man bei den Antriebne erstmal dem Verbrenner treu, denkt jetzt aber immerhin in Plattformen: Neben der eigenen Kleinwagenplattform nutzt man für die größeren Modelle die Basis der kompakten JLR-Modelle, die bei Tata jetzt „Optimal Modular Efficient Global Advanced" heißt. Sie bildet die Basis für das "H5X-Konzept" , ein 5-Sitzer-Premium-SUV auf Basis des Discovery Sport – das in Indien allerdings von Fiat-Multijet-Dieseln angetrieben werden wird. Dazu stellte man das "45X-Konzept", ein Kompaktmodell auf Basis der eigenen   "Agile Light Flexible Advanced" Architektur.

Bei den leichten Nutzfahrzeugen feierte der brandneue Tata Intra Premiere.  Gezeigt wurden auch der SIGNA 4323, Indiens erster 6-achsiger Lkw mit 30 Tonnen Nutzlast und der komplett neue Ultra T.7, ein eleganter LCV auf Basis der modularen ULTRA-Plattform. Außerdem kündigte Tata seine neue Designsprache "IMPACT 2.0" an, das man mit den Worten "Premium Tough" umschreibt, was „Leistung, Stärke und Qualität“ widerspiegeln soll. Solche strategischen Ankündigungen sind für Tata Motors neu – bisher agierte man für außenstehende Betrachter eher indisch-impulsiv. Die neue Struktur hat einen deutsch klingenden Namen: Günter Butschek, CEO und Geschäftsführer von Tata Motors, der von Daimler kam und gleich die Ziele für Tata vorgab: „Für diese Auto Expo, haben wir unsere Ziele einige Stufen höher gesetzt, um unsere Pläne für die Zukunft von Indiens Smart Cities und der damit verbundenen Generation zu skizzieren. Unser Smart Mobility, Smart Cities -Pavillon wurde konzipiert, um die zukünftigen Smart Cities- und Schwellenmarkttrends zu berücksichtigen.“

Das sollen die Exponate unterstreichen:  „ Unsere neuen zukunftsfähigen und PV-Architekturen sowie die H5X-, 45X-Konzepte und der komplett neue LCV, Tata INTRA, repräsentieren das sich wandelnde Gesicht von Tata Motors auf unserem Weg zur Gestaltung der Zukunft der Mobilität im Land.“ Nach langen Diskussionen doch wieder ausgestellt war der Sportwagen „Racemo“ , der in Genf 2017 Premiere hatte und zwischenzeitlich etwas zurückgepfiffen wurde. Er wäre elektrifiziert denkbar, wie überhaupt das Thema EV bei Tata einen hohen Stellenwert einnahm:  In der Smart Energy Zone, zeigte man eine erweiterte Palette von sechs EV-Fahrzeugen und –Konzepten: Die umfasste einen 12-Meter-E-Bus mit smarter Haltestelle, die Kompaktlieferwagen Magic EV und der Iris EV, sowie die Pkw  Tiago EV, der Tigor EV und der Racemo EV. Die Botschaft war klar: Auch Tata kann Elektromobilität. Man darf gespannt sein, bis wann und wie der neue CEO diese Pläne umsetzen kann und ob er das totrz des allgegenwärtigen Chaos in Indien schafft.

Was bedeutet das?

Auch Tata Motors startet in Richtung Dekarbonsierung und Smart City. Dafür hielte der Tata-Gesamtkonzern viele Fäden in der Hand – Hauptproblem in Indien sind die dortigen Umstände – die immer noch chaotischer sind als in den meisten anderen Ländern. Doch auch in Indien greifen die neuen Themen und werden merklich vorangetrieben.

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