Auto China Peking: Škoda Kamiq feiert Messepremiere

Škoda will die Auslieferungen in China bis 2020 auf 600.000 Fahrzeuge pro Jahr verdoppeln.

Der Kamiq (links) rundet als eigenes China-Modell die Škoda-SUV-Palette nach unten ab. | Foto: Škoda Auto
Der Kamiq (links) rundet als eigenes China-Modell die Škoda-SUV-Palette nach unten ab. | Foto: Škoda Auto
Gregor Soller

Auch Škoda hat China als lukrativen Wachstumsmarkt und Stückzahlenbringer entdeckt: Bis 2020 sollen dort jährlich 600.000 Einheiten verkauft werden. Dazu entwickelt auch die tschechische VW-Tochter jetzt eigene (SUV)-Modelle, die speziell auf die Ansprüche der Kunden in China zugeschnitten sind. Auf der Auto China 2018 in Peking zeigt man jetzt sein neues „Mainstream-City-SUV“ Kamiq.

Erst 2017 ergänzten die Tschechen ihre Palette um den Octavia Kombi sowie die SUV Kodiaq und Karoq. Im Fokus der weiteren Modelloffensive steht insbesondere die Erweiterung des SUV-Angebots speziell für den chinesischen Markt.

„Allein in den vergangenen drei Jahren hat sich die Nachfrage nach SUV-Modellen in China verdoppelt“, sagt Škoda Auto Vorstandsvorsitzender Bernhard Maier, der das Programm auch noch nach oben erweitern will: „Noch in diesem Jahr wird Škoda das nächste große SUV vorstellen und damit insgesamt vier SUV-Modelle in China anbieten“, so Maier weiter. Der ŠKODA Kamiq ist unterhalb des Karoq positioniert und rundet die SUV-Modellpalette in China nach unten ab. Das Design wurde exklusiv für den chinesischen Markt gestaltet und entwickelt.

Die Geschichte von Škoda in China reicht übrigens zurück bis in die 1930er-Jahre: 1936 betrieben die Tschechen bereits fünf Handelsvertretungen im Reich der Mitte. Erst 2007 kehrte man vollumfänglich zurück – mit Erfolg.  Škoda startete unter dem Dach von SAIC Volkswagen zunächst die lokale Produktion des Octavia und seit 2010 ist China der bedeutendste Einzelmarkt der Marke Škoda. In enger Zusammenarbeit mit dem chinesischen Joint Venture-Partner SAIC Volkswagen entwickelte sich Škoda seitdem zu einem der etablierten Volumenhersteller in China, der 2017 rund 325.000 Autos abliefern konnte.

Was bedeutet das?

Auch in China kommen erstmal die SUV, dann die Elektrifizierung. Entsprechend erweitert Škoda sein Programm um den Kamiq. Auch in Europa ist eine Erweiterung des SUV-Portfolios nach unten geplant mit einem Modell analog zum Seat Arona – das allerdings etwas anders spezifiziert sein wird.  

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