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Auto China 2024: Lamborghini Urus Hybrid - auch bei SUV ein Hauch von Strom

Weit kommt der Urus nicht elektrisch: Mit 60 Kilometern Reichweite im EV-Mode muss er sich hinter den meisten der trendenen China-PHEVs verstecken. Doch darum geht es der VW-Tochter nicht: Man will überschäumende Performance von 800 PS und 950 Nm mit einer Prise Elektro kombinieren, etwa mit einem E-Allrad. Mit offiziell 2 l/100 km dürften Lambo-Piloten aber selten unterwegs sein.

Auch bei den Lambo-SUV zieht nach dem Supersportwagen Revuelto diskrete Elektrifizierung ein. | Foto: Lamborghini
Auch bei den Lambo-SUV zieht nach dem Supersportwagen Revuelto diskrete Elektrifizierung ein. | Foto: Lamborghini
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Redaktion (allg.)

Mit der Einführung des Lamborghini Urus SE, dem ersten Plug-in-Hybrid der Urus-Baureihe, sieht die VW-Tochter Automobili Lamborghini ein neues Kapitel aufgeschlagen, zumindest für die Marke. Das sogenannte Super-SUV Urus SE wird im Rahmen des Volkswagen-Konzernabends in Peking erstmals vor Journalisten gezeigt, bevor der Wagen am 25. April um 11:00 Uhr Ortszeit seine Weltpremiere auf der Auto China 2024 feiert.

Mit neuem Design, optimierter Aerodynamik, neuer On-Board-Technologie und einem 800-PS-Hybridantrieb überholt die PHEV-Version bei Komfort, Leistung, Effizienz, Emissionen und Fahrspaß den Urus S. Dank seiner zwei Herzen, dem thermischen und dem elektrischen, erreicht der "Super-SUV" Höchstwerte bei Drehmoment und Leistung. Damit nimmt das Modell einen ziemlich solitären Platz in seinem Segment ein und reduziert gleichzeitig die Emissionen um bis zu 80 Prozent, theoretisch zumindest.

„Mit dem Urus haben wir einen Paradigmenwechsel in der Welt der SUV vollzogen und ein neues Segment eröffnet. Seitdem hat sich der Urus zum Bestseller unserer Marke entwickelt. Mit ihm konnte Lamborghini neue Kunden gewinnen und seine Position in den wichtigsten Märkten stärken. Wir treiben die Elektrifizierung der Produktpalette und damit den Weg zur Dekarbonisierung voran, der mit der Einführung des Supersportwagens Revuelto im März 2023 begonnen hat", meint Stephan Winkelmann, Vorstandsvorsitzender und CEO von Automobili Lamborghini.

Das neue Plug-in-Hybrid-System soll sowohl die Leistung als auch die Dynamik verbesser – auf jedem Untergrund und unter allen Bedingungen, dank elektrischem Torque-Vectoring-System: Es stellt bei jeder Drehzahl mehr Drehmoment und Leistung zwischen den beiden Achsen und dem elektronischen Hinterachsdifferenzial bereit. Der überarbeitete Vierliter-V8 mit Biturboaufladung arbeitet in Synergie mit dem elektrischen Antriebsstrang. Er entwickelt eine Leistung von 620 PS (456 kW) sowie ein Antriebsdrehmoment von Newtonmeter und wird mit einem elektrischen Antriebsstrang mit 192 PS (141 kW) und 483 Newtonmeter Drehmoment kombiniert. 

Superlative am laufenden Band: 800 PS und 950 Nm

Bei der maximalen Leistung lag das Hauptaugenmerk auf der Kalibrierungsstrategie zwischen Verbrennungs- und Elektromotor. Das System entwickelt eine Gesamtleistung von 800 PS (588 kW) sowie 950 Nm Drehomoment und soll in jedem Fahrmodus und auf jedem Untergrund eine optimale Leistungskurve bieten. Zur höheren Performance trägt auch das verbesserte Leistungsgewicht bei: 3,13 kg/PS (im Vergleich zu 3,3 kg/PS im Urus S). Damit sprintet der Urus SE in nur 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h (Urus S: 3,5 s) und in nur 11,2 Sekunden von 0 auf 200 km/h (Urus S: 12,5 s), er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 312 km/h (Urus S: 305 km/h).

Der 25,9-kWh-Lithium-Ionen-Akku befindet sich unter dem Boden und über dem elektronisch gesteuerten Hinterachsdifferenzial. Der Permanentmagnet-Synchron-Elektromotor, der im Gehäuse des Achtstufenautomatikgetriebes liegt, unterstützt den V8, fungiert aber auch als Traktionselement. Damit wird SUV zu einem vollelektrischen Allradfahrzeug, das gut 60 Kilometer im vollelektrischen EV-Modus zurücklegen können soll. Der EV Drive sei speziell für den Stadtverkehr entwickelt und kalibriert und beschleunigt bis auf 130 km/h. Oberhalb dieser Geschwindigkeit unterstützt der V8 automatisch den Elektromotor, wie auch, wenn der Drehmomentbedarf das maximal verfügbare Drehmoment des 141-kW-Elektromotors von satten 483 Nm übersteigt.

Formale 2,0 l/100 km dürften eher selten sein

Die Einstellung Hybrid im Strada-Modus soll die beste Mischung aus Effizienz und Komfort, zwischen Verbrennungs- und Elektromotor bieten. Wobei die formal angegebenen 2,0 l/100 km an Verbrauch eher Seltenheitswert besitzen dürften. In der Einstellung Recharge, kombinierbar mit dem Strada-, Sport-, Corsa- und Neve- Modus, lädt sich die Batterie im Fahrbetrieb auf bis zu 80 Prozent auf, wobei die optimale Leistung erhalten bleibt. Mit der Einstellung Performance erfahren Piloten das volle Potenzial des Urus SE. Je nach gewähltem Fahrmodus passen sich die Luftfedern des Urus SE der Bodenfreiheit an – mit einem Federweg von 15 Millimeter in Corsa bis hin zu 75 Millimeter bei aktiviertem Liftsystem.

Das zentral angeordnetes elektrisches Torque-Vectoring- Längsgetriebe mit elektrohydraulischer Lamellenkupplung verteilt die Antriebsmomente variabel und kontinuierlich zwischen Vorder- und Hinterachse. Das Verteilergetriebe arbeitet in Synergie mit dem neuen elektronischen Sperrdifferenzial an der Hinterachse, welches die Drehmomentverteilung beim Bremsen steuert und dem Urus SE bei Bedarf ein Übersteuern erlaubt. Beide Systeme sind so konzipiert und kalibriert, dass sie für jede Art von Bodenhaftung und jeden Fahrstil optimal geeignet sind und ein Maximum an Traktion und Agilität bieten. Auch an der Aerodynamik hat der Hersteller dem Vernehmen nach intensiv gefeilt, etwa durch Belüftungsöffnungen unter der Karosserie und neue Luftkanäle. 

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