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Audi stellt Lademöglichkeiten für den e-tron vor

Nur kein Stress: Audi bietet für den e-tron diverse Lademöglichkeiten an – ab 2019 könnten dafür auch App und Karte überflüssig sein.

Audi hat für den e-tron diverse Lademöglichkeiten geplant. | Foto: Audi
Audi hat für den e-tron diverse Lademöglichkeiten geplant. | Foto: Audi
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Gregor Soller

Nach langem Zaudern und zarten Gehversuchen mit dem A3 e-tron beginnt Audi jetzt mit der Elektrifizierung seines Programms. Und stellt gleich die Lademöglichkeiten dazu vor. Der rein elektrische Audi e-tron soll als erstes Modell an Schnellladesäulen mit bis zu 150 kW Strom tanken können. Damit soll er in knapp 30 Minuten wieder startklar sein für die nächste Etappe. Der Lithium-Ionen-Akku soll mehr als 400 Kilometer Reichweite im WLTP-Fahrzyklus bieten, wovon unter Realbedingungen sicher 300 Kilometer plus x – je nach Fahrweise – übrig bleiben.

Neben dem Schnellladen mit Gleichstrom kann der Elektro-SUV unterwegs auch mit Wechselstrom an AC-Säulen laden – standardmäßig mit bis zu 11 kW, optional mit 22 kW. So stehen dem Kunden insgesamt mehr als 65.000 öffentliche Ladepunkte in Europa zur Verfügung. Ihre Anzahl wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Über einen neuen Audi-eigenen Ladedienst wird das Unternehmen den e-tron-Kunden zum Marktstart einen vereinfachten Zugang zu etwa 80 Prozent dieser Ladestationen eröffnen. Wichtig: Egal, ob AC- oder DC-Laden, ob 11 oder 150 kW – es genügt dann eine einzige Karte, um das Laden zu starten. Dafür muss sich der Kunde einmalig im myAudi Portal registrieren und einen individuellen Ladevertrag abschließen. Die Abrechnung erfolgt automatisiert – ohne physisches Zahlungsmittel. Mit der Funktion Plug & Charge, die 2019 debütiert, wird das Prozedere noch komfortabler: Das Auto autorisiert sich selbsttätig an der Ladesäule und schaltet sie frei – eine Karte wird nicht mehr benötigt.

Die Planung einer längeren Fahrt kann entweder in der myAudi App oder direkt im Auto erfolgen. In beiden Fällen bekommt der Kunde die passende Route mit den erforderlichen Ladepunkten angezeigt. Dabei berücksichtigt die Navigation neben dem Füllstand der Batterie auch die Verkehrs­lage und berechnet die Ankunftszeit inklusive der notwendigen Ladezeit. Sowohl DC-Lade­stationen als auch die meisten AC-Säulen sind europaweit enthalten.

Auch für das Laden zu Hause bietet Audi verschiedene Lösungen an. Auf Wunsch prüft ein Elektriker, den der örtliche Audi-Händler vermittelt, die Lademöglichkeiten in der eigenen Garage und installiert die entsprechende Technik. Das serienmäßige, mobile Ladesystem lässt sich auf zwei Arten nutzen: an einer 230 Volt-Haushaltssteckdose mit einer Ladeleistung von bis zu 2,3 kW sowie an einer 400 Volt-Drehstromsteckdose mit bis zu 11 kW Leistung. Letztere sorgt dafür, dass die Batterie in etwa achteinhalb Stunden wieder voll geladen ist. Mit dem optionalen Ladesystem connect verdoppelt sich die Ladeleistung auf 22 kW, sofern der Elektro-SUV das dafür erforderliche zweite Ladegerät an Bord hat.

Im Zusammenspiel mit einem Heimenergie-Managementsystem bietet das Ladesystem connect zudem intelligente Ladefunktionen. So kann der e-tron künftig mit der maximal verfügbaren Leistung laden, die der Hausanschluss und das Auto ermöglichen und dabei zugleich den Bedarf der anderen Verbraucher im Haushalt berücksichtigen. Das soll eine Überlastung des Haus­anschlusses vermeiden. Außerdem kann man individuelle Prioritäten festzulegen, etwa das Laden zu kostengünstigen Zeiten. Verfügt das Haus über eine Photovoltaik-Anlage, kann das Auto bevorzugt den eigenerzeugten Strom nutzen, wobei es auch prognostizierte Sonnen­schein­phasen einbezieht. Für eine entspannte Bedienung vom Sofa aus sorgt die myAudi App. Mit ihr lassen sich Ladevorgänge und die Vorklimatisierung des Elektro-SUV planen, fernsteuern und überwachen. Zum Beispiel kann der Kunde einen Timer für die Abfahrtszeit anlegen, so dass der Audi e-tron-Prototyp zum gewünschten Zeitpunkt geladen und/oder vorklimatisiert ist. Zusätzlich zeigt die App Lade- und Fahrdaten an.

Was bedeutet das?

Die Ansage ist klar: Ladeprobleme sollen bei Audi von Anfang an vermieden werden – was mit dem vorkonfigurierten Paket an Möglichkeiten gut gelingen kann. Dafür muss man sich allerdings enfg an Audi und seinen Händler binden.

 

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