Audi startet Q4 e-tron-Produktion in Zwickau

Mit dem Produktionsstart des Q4 e-tron kehrt die Marke Audi zurück zu ihrem Ursprung – sie wurde 1909 in Zwickau gegründet.

Der Rohbau erfolgt praktisch vollautomatisch. | Foto: Audi
Der Rohbau erfolgt praktisch vollautomatisch. | Foto: Audi
Gregor Soller

Zurück nach Zwickau: Das vollelektrische Kompaktmodell ist das erste Elektro-SUV, das Audi an einem deutschen Standort fertigt. Der Q4 e-tron basiert auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns, der eine. Dabei teilt sich der Q4 e-tron im Mehrmarkenwerk Zwickau von die Fertigungslinie mit dem Volkswagen ID.4 sowie künftig einem weiteren VW-Modell.

Werkzeuge aus Ingolstadt und Neckarsulm

1.400 Mitarbeiter:innen von Volkswagen Sachsen fertigen in der Montage auch das kompakte Elektro-SUV. Mehr als hundert Audi Mitarbeitende haben gemeinsam mit ihren Volkswagen-Kolleg:innen den Produktionsanlauf vorbereitet – von der Fertigungsplanung über die Technische Entwicklung bis hin zur Qualitätssicherung. Die Presswerkzeuge zur Herstellung der Karosserieteile kommen allesamt aus dem Audi Werkzeugbau. Ab der frühen Entwicklungsphase haben Audi Werkzeugbauer aus Ingolstadt und Neckarsulm mitgearbeitet, auch die Einarbeitung der viele Tonnen schweren Presswerkzeuge erfolgte in den Audi-Werken.

Dr. Stefan Loth, Vorsitzender der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen erklärt dazu:

„Mit dem Produktionsstart des Audi Q4 e-tron wird das Volkswagen Werk in Zwickau zu einem Mehrmarken-Standort. Wir schreiben so die lange Automobilhistorie Sachsens fort. Danke an die Kolleginnen und Kollegen von Audi, die derzeit mithelfen, die Fahrzeuge in höchster Qualität, Zwickau und die Marke Audi verbindet eine lange Tradition: Im Jahr 1909 wurden hier die Audi Automobilwerke gegründet."

Der Volkswagen Standort wurde zum reinen Elektro-Werk umgerüstet und ist Teil der umfassenden Elektro-Offensive des Konzerns. Bereits seit November 2020 wechselten mehr als zweihundert Audi Mitarbeiter:innen temporär zu VW Sachsen – unter ihnen vor allem Nachwuchskräfte, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Berufsausbildung für zwölf Monate in Zwickau im Einsatz sind. Im Rahmen einer Personaldrehscheibe qualifizieren sie sich weiter im Zukunftsfeld Elektromobilität.

Ab Sommer wird geliefert

Der Audi Q4 e-tron wird Mitte April der Weltöffentlichkeit vorgestellt und startet im Sommer 2021 in die europäischen Märkte. Bis zum Jahr 2025 sind mehr als 20 vollelektrische Modelle sowie ein weiterer Ausbau des PHEV-Angebots geplant. Auch die beiden Audi Stammwerke in Ingolstadt und Neckarsulm werden zukünftig vollelektrische Fahrzeuge fertigen: So fährt in Ingolstadt ab 2022 das erste E-Modell vom Band, das auf der gemeinsam mit Porsche entwickelten Premium Platform Electric (PPE) basiert.

 

Bilanziell CO2-neutrale Produktion

Die Produktion des Q4 e-tron erfolgt vom Start an bilanziell CO2-neutral. Der Standort Zwickau nutzt zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien und verfügt über ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk. Zudem arbeitet Audi daran, CO2-Emissionen in der Wertschöpfungskette weiter zu minimieren. Wenn der Audi Q4 e-tron das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat, soll seine Batterie perspektivisch in Second-Life-Konzepten weiterverwendet oder per Recycling als Rohstoffquelle genutzt werden.

Was bedeutet das?

Der Q4 e-tron hat das Potenzial, perspektivisch Audis wichtigstes Auto zu werden. Das er aus dem Gründungsstandort Zwickau kommt, schließt einen Kreis in der Audi-Geschichte.

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