Audi: Progressiver Flagshipstore in München-Trudering eröffnet

Mit dem Konzept „Audi Progressive Retail“ setzen die Ingolstädter verstärkt auf einen digitalen, nachhaltigen Ausbau des Angebots. Das soll die Wahrnehmung der Marke zunehmend verändern.

Der Flagshipstore soll Architektur und Nachhaltigkeit vereinen und Kund:innen einen neuen Erlebnisraum eröffnen. | Foto: AUDI AG
Der Flagshipstore soll Architektur und Nachhaltigkeit vereinen und Kund:innen einen neuen Erlebnisraum eröffnen. | Foto: AUDI AG
Redaktion (allg.)

Die Audi AG arbeitet kräftig am eigenen Image: Künftig will man nicht mehr in Verbrenner-Motoren investieren, sondern sich auf E-Mobilität konzentrieren. Per Unternehmenskommunikation hat man sich dem Gendern verpflichtet und auch Nachhaltigkeit wird ein neuer Stellenwert zugeordnet. Die Vier Ringe richten sich neu aus und der neu eröffnete Flagshipstore soll dem ein Zeichen setzen. In München-Trudering greift die Neuaufstellung ganzheitlich und setzt bereits bei der Bausubstanz an.

Nachhaltigkeit mit Zertifikat

Laut Audi handelt es sich „um ein Leuchtturmprojekt für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit“. Für den Store wurde CO2-neutrales Fassadenmaterial verwendet, dass atmosphärisches CO2 permanent bindet; über die Dachfläche erstreckt sich eine Photovoltaik-Anlage und im Inneren regelt ein intelligentes Lichtsystem die Beleuchtung. So soll das Gebäude laut Audi ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe versorgt werden können. Um den Nachhaltigkeitsanspruch zu realisieren, hat man das Berliner Start-up Made of Air an Bord geholt. Der bilanziell CO2-neutrale Handelsbetrieb ist der erste von Audi weltweit, der von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert wird.

„Gemeinsam mit dem Handel setzen wir an diesem Standort Nachhaltigkeit und digitale Vernetzung konsequent um. Damit können wir unseren Kund:innen eine nahtlose und rundum positive Customer Experience anbieten“, so Horst Hanschur, Leiter Retail Business Development and Customer Services.

Die digitale Weiterentwicklung soll man besonders im Schauraum zu spüren bekommen. Ziel ist es hier, durch interaktive Module und großformatige Visualisierungen das Kundenerlebnis „noch attraktiver“ zu gestalten und wohl auch die emotionale Komponente zu verstärken. Hier kommen Konfiguratoren ins Spiel, welche Kund:innen bei der Zusammenstellung ihrer Wunschfahrzeuge unterstützen sollen. Zur Ansicht und Beratung durch Verkäufer:innen müssten Interessent:innen nicht einmal anwesend sein, teilt Audi mit. Möglich machen können das Augmented Reality-Brillen, die eine Begutachtung über Cloud-Technologie im eigenen Wohnzimmer erlaubt. Der Leitspruch der aktuellen Kampagne trifft es da ganz gut: „Future is an attitude“. Man meint es ernst mit der Zukunft.

Lademöglichkeit für Besucher

Wer aber anreist, und dann auch noch mit einem Elektroauto, findet eine Schnellladesäule mit 150 KW bzw. 75 KW im Außenbereich vor sowie fünf weitere Ladestationen in der Tiefgarage, versorgt mit dem Strom durch die Photovoltaik-Anlage.

Dem Pilotprojekt in München-Trudering sollen weitere Umsetzungen des progressiven Konzeptes in Zusammenarbeit mit der Volkswagen Immobilien GmbH folgen, deutschlandweit und international, sowohl bei neuen Planungen als auch bei der Instandhaltung.

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