Audi-Chef Duesmann: "Bis 2040 komplett auf fossile Energieträger verzichten"

Beim Aachener Automobil-Kolloquium mahnt der Audi-Chef, Kohle, Erdöl und Erdgas wirkten wie Drogen auf die Gesellschaft. Er forderte die Verständigung auf den Verbrennerausstieg zum Klimaschutz und erteilte Alternativen zum BEV eine Absage.

Entschlossen zur Wende: Audi-Chef Duesmann bekräftigte erneut frühere Aussagen, entschlossen aus der Verbrennertechnologie auszusteigen. | Foto: Audi
Entschlossen zur Wende: Audi-Chef Duesmann bekräftigte erneut frühere Aussagen, entschlossen aus der Verbrennertechnologie auszusteigen. | Foto: Audi
Johannes Reichel

Audi-Chef Markus Duesmann hat beim Aachener Motoren-Kolloqium erneut die Abkehr von fossilen Brennstoffen, nicht nur in der Mobilität gefordert. "Kohle, Erdöl und Erdgas wirken auf unsere Gesellschaft wie Drogen. Sie sind leicht zu haben, machen extrem abhängig und den Schaden, den sie uns zufügen, merken wir erst, wenn der Rausch vorbei ist", zitiert die Süddeutsche Zeitung aus einem Redemanuskript. Es gelte jetzt, "gemeinsam mutig zu sein" und sich etwa als Ziel vorzunehmen, dass man bis 2040 vollständig auf fossile Energieträger verzichte.

Die Ingolstädter selbst kommunizierten zuletzt, man wolle ab 2026 keine neuen Verbrennermodelle mehr vorstellen und ab Anfang der 2030er-Jahre ausschließlich Elektroautos verkaufen. Um das Klima zu schonen, solle sich dieses Vorhaben in der gesamten Industrie durchsetzen, appellierte Duesmann. Er erteilte zugleich der vor allem von den Parteien FDP und Union propagierten "Technologieoffenheit" beim Antrieb erneut eine Absage. Die diskutierten Alternativen zu reinen Batteriefahrzeugen seien viel weniger hilfreich im Hinblick auf den Klimaschutz und ein E-Motor fünfmal effizienter wie ein Verbrenner, der mit synthetischem Kraftstoff betrieben werde.

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