Audi bringt Q8 mit Plug-in-Hybridantrieb

Der Q8 übernimmt die Antriebe des Q7, aber mit leichten Änderungen.

Ab sofort kann auch der Audi Q8 als Plug-in geordert werden. | Foto: Audi
Ab sofort kann auch der Audi Q8 als Plug-in geordert werden. | Foto: Audi
Gregor Soller

Der hat noch gefehlt: Nachdem der Q7 schon lange als Plug-in-Hybrid lieferbar ist, hat Audi jetzt auch den Q8 nachgezogen, der in zwei Versionen angeboten wird: Als Q8 55 TFSI e quattro mit 280 kW (381 PS) Systemleistung und bis zu 47 Kilometern Elektro-Reichweite nach WLTP, womit er vier Kilometer weiter kommt als der vergleichbare Im Q7 sind es maximal 43 Kilometer. Darüber rangiert der stärkere Q8 60 TFSI e quattro mit 340 kW (462 PS) Systemleistung, der nach WLTP bis zu 45 Kilometer weit rein elektrisch gefahren werden. Dezenter Unterschied: Im Q7 liegt die Systemleistung nur bei 335 kW. Der gleiche Antrieb kommt übrigens auch im Porsche Cayenne und VW Touareg R zum Einsatz. Die E-Maschine und der 3.0 TFSI schicken ihre Kräfte auf eine Achtstufen-tiptronic. Ihre elektrische Ölpumpe soll die Versorgung auch dann sicherstellen, wenn der V6-Benziner deaktiviert ist. Der permanente Allradantrieb nutzt ein rein mechanisch regelndes Mittendifferenzial: Bei normaler Fahrt verteilt es die Momente im Verhältnis 40:60 zwischen Vorder- und Hinterachse, wenn nötig leitet es den größeren Teil von ihnen auf die Achse mit der besseren Traktion. Bis zu 85 Prozent können an die vordere, bis zu 70 Prozent an die hintere Achse gehen.

Die Basis ist bei allen der bekannte 3,0 Liter großen V6-Benziner, der 250 kW Leistung und 450 Nm Kraft beisteuert. Die Unterschiede ergeben sich ausschließlich über die verschieden ausgelegte E-Maschine mit 100 kW Leistung. Der Akku mit 17,8 kWh Bruttogehalt kauert unter dem Kofferraum. Auch der wurde wieder dezent weiterentwickelt, denn er leistet jetzt auch im Q7 0,5 kWh mehr als zum Start im Q7 TFSI e quattro von 2019. Außerdem fanden die Ingenieure 40 Kilogramm, um den sie die Batterie erleichtern konnten.

Zusätzlich unterstützt den Fahrer der Prädiktive Effizienzassistent: Wenn der Fahrer den Fuß vom Fahrpedal nimmt, entscheidet sich, ob das Auto in den Freilauf mit ausgeschaltetem TFSI („Segeln“) wechselt oder über die E-Maschine verzögert und damit rekuperiert – sie kann bereits im Schub bis zu 25 kW Leistung zurückgewinnen. Zudem übernimmt der Elektromotor alle Bremsungen bis 0,3 g, laut Audi die überwiegende Mehrheit im Fahralltag. Erst bei stärkeren Verzögerungen werden zusätzlich die hydraulischen Radbremsen aktiv. Der Übergang soll fast unmerklich verlaufen, das Bremspedal liefert immer gute Rückmeldung und bleibt exakt dosierbar. Beim Bremsen erzielt der Audi Q8 TFSI e quattro bis zu 80 kW Rekuperationsleistung.

Der Audi Q8 55 TFSI e quattro schafft es mit seinem Netto-Listenpreis von 64.957,98 Euro gerade noch auf die Bafa-Liste der förderfähigen Fahrzeuge, wodurch er mit bis zu 5.625 Euro gefördert wird. Der Audi Q8 60 TFSI e quattro startet bei exakt 80.000 Euro netto und ist damit nicht für den Umweltbonus qualifiziert.

Was bedeutet das?

Klar, der Q8 ist das hübschere große Audi-SUV und musste früher oder später ebenfalls den neuen PHEV-Antriebsstrang erhalten. Löblich, dass Audi auch Akku und die Fahrintelligenz drumherum immer dezent weiterentwickelt.

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