Audi A3 Sportback Plug-in-Hybrid: Bis zu 67 Kilometer stromern

Gleiches Maß, mehr Kapazität: Audi stockt die Akkuleistung beim kompakten PHEV auf, was im WLTP für knapp 70 elektrische Kilometer genügen soll.

Kommt weiter: Zum Vorgänger gab es bei gleichem Akku-Packmaß einen elektrischen Zuschlag von 20 Kilometern im A3 Sportback . | Foto: Audi
Kommt weiter: Zum Vorgänger gab es bei gleichem Akku-Packmaß einen elektrischen Zuschlag von 20 Kilometern im A3 Sportback . | Foto: Audi
Johannes Reichel

Audi forciert weiter den Plug-in-Hybrid-Antrieb quer durch die Modellpalette und hat den neuen A3 Sportback jetzt auch als PHEV-Variante 40 TFSIe vorgestellt. Diese soll bis zu 78 Kilometer elektrische Reichweite im NEF und 67 im WLTP erzielen. Der Verkauf in Deutschland startet im Herbst 2020 zum Grundpreis von 37.470,92 Euro, der Hersteller verweist auf die staatliche und werksseitige Förderung von insgesamt 6.750 Euro Förderung. Die Plug-in-Hybridmodelle aus den Baureihen A6, A7, A8, Q5 und Q7 sind bereits  gestartet. Als Verbrennungsmotor für das kompakte Plug-in-Hybridmodell dient ein 1.4 TFSI. Der Vierzylinder-Benziner leistet 110 kW (150 PS) und verfügt über 250 Nm Drehmoment. Den elektrischen Antrieb übernimmt eine permanenterregte Synchronmaschine mit gegenüber dem Vorgänger gesteigerter Leistungsdichte. Sie liefert 80 kW sowie 330 Nm Drehmoment zu.

Wie beim Vorgänger ist sie in das Gehäuse der Sechsstufen S tronic integriert, baut jedoch noch leichter und kompakter. Die Systemleistung beträgt 150 kW (204 PS) Systemleistung, das Systemdrehmoment 350 Nm. Damit soll der Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,6 Sekunden absolviert sein, das Höchsttempo des Fronttrieblers beträgt 227 km/h. Im unrealistischen NEFZ-Zyklus soll der Verbrauch nur bei 1,5 bis 1,4 Liter Kraftstoff (34 bis 30 Gramm CO2 pro Kilometer) liegen.

Zuwachs: 48 Prozent mehr Energie im gleichen Maß

Die Lithium-Ionen-Batterie liegt unter dem Fahrzeugunterboden im Bereich der Fondsitze, die 96 prismatischen Zellen speichern 13,0 kWh Energie – fast 48 Prozent mehr als beim Vorgängermodell. Im Package ist die Hochvolt-Batterie unverändert geblieben, der Fortschritt resultiere aus der verbesserten Zellchemie, so der Hersteller. Ein eigener Kühlkreislauf temperiert die Batterie, bei Bedarf lasse er sich an die Klimaanlage ankoppeln, was auch bei höheren Außentemperaturen elektrisches Fahren ermöglichen soll.

Gestartet wird immer elektrisch, bei Temperaturen bis -28°C. Mit der EV-Taste kann der Fahrer den elektrischen Antrieb priorisieren. Die Reichweite soll für einen großen Teil der alltäglichen Strecken genügen, sie liegt fast 20 Kilometer höher als beim Vorgängermodell. Die rein elektrische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h. Bei niedrigem Tempo ertönt der gesetzlich vorgeschriebene E-Sound des sogenannten Acoustic Vehicle Alert System.

Printer Friendly, PDF & Email