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ATF 2019 - Teil 4: Bunter Abschluss

Auch der Abschluss des Automotive Trend Forums blieb bunt und spannend.

So bunt wie die Teilnehmer war auch das Programm: Die Organisatoren mit allen Partnern und Förderern. | Foto: ATF
So bunt wie die Teilnehmer war auch das Programm: Die Organisatoren mit allen Partnern und Förderern. | Foto: ATF
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Gregor Soller

Schon der Titel „Thinking out of the box – das digitalisierte Gehirn“ von Dr. Marco Freiherr von Münchhausen versprach Spannung, die der Autor dann auch einlöste. Denn Münchhausen hat auch schon den inneren Schweinehund „gezähmt“ und versteht es nach dem Studium von Jura, Psychologie und Kommunikationswissenschaften, knackig zu kommunizieren. Auch er forderte auf, eingefahrene Spuren zu verlassen. Ihm folgten Plattform- und Verkaufsprofis, die dann vom Allgemeinen wieder ins Spezielle zurückkehrten: Malte Krüger, Vice President ebay Classifieds Germany und Geschäftsführer bei Mobile.de, fragte ebenfalls, wie wir im Handel einen Paradigmenwechsel schaffen können, während Christoph Stadler, Director Automotive bei Facebook die neuen Wege der Kunden zum Kauf aufzeigte. Auch hier wurde schnell klar, dass der Handel sich im Wandel befindet und mit zahlreichen neuen Anfragen und Ansprüchen konfrontiert wird. Ebenfalls aus der „neuen digitalen Welt“ berichtete Riki Stadeler, Global Business Leader Automotive bei Google. Ihr Thema: Omnichannel in der Automobilbranche – von der Planung bis zur Umsetzung. Womit sie auch den Kreis zu Dr. Christian Dahlheim, Leiter Volkswagen Konzern Vertrieb, schloss, der in der Eröffnungsrede just auf Omnichanneling hinwies und die Digitalisierung als Riesenchance sieht. Aber nicht in dem Sinn, dass man die komplette Arbeit per App zum Kunden verlagert, der trotzdem kaum Kostenvorteile generieren kann. Doch wer hier echte Mehrwerte bieten kann, der wird eine Riesenchance haben. Spannend auch die Interviewrunde mit der Journalisten Simone Friedrich, die mit Craig Davis, Geschäftsführer der Clean Green Fast GmbH und Markus Kröger, CEO Heycar sprach.

Den Nachmittag beschloss einmal mehr eine Paneldiskussion: Wo liegen die Chancen und Risiken für den Automobilvertrieb. Es moderierte Dr. Michael Mandat, Geschäftsführender Gesellschafter Unternehmensberatung Progenium. Panelteilnehmer waren neben Riki Stadeler von Google auch Robert Lasek, Geschäftsführer der Auto1 .com, Wolfgang Huber, Leiter Fleet Autohaus Gotthard König und Malte Krüger von mobile.de. Womit die Runde sehr bunt besetzt war – von der digitalen Theorie bis zur Autohaus-Flottenpraxis. Entsprechend bunt waren dann auch die vorgebrachten Argumente. Denn Fahrzeuge sind per se sehr komplex, aufwändig und teuer und lassen sich im Vertrieb und Aftersales nicht ganz so leicht digitalisieren. Gleichwohl kann man mit intelligenten Plattformen und Algorithmen hier viel erreichen.   

Dass die nötig sind und Autos künftig doch deutlich anders vertrieben werden könnten, als man es bisher gewohnt war, bestätigte durch die Blume auch Abschlussrednerin Dr. Silke Bagschik, Leiterin Vertrieb & Marketing, Baureihe e-mobility der Volkswagen AG. Sie konnte just mit der Eröffnung der Vorbuchung des ID.3 so vieles, was vorher diskutiert worden war, jetzt auf den Weg bringen. Denn mit der konsequenten Einführung der I.D.-Familie führt der Titan Volkswagen eben auch neue Marketing- und Vertriebsinstrumente ein – und auch hier dürfte der Sprung riesig ausfallen: „Thinking out of the box“, in die Praxis umgesetzt!

Was bedeutet das?

Zum Abschluss des ATF war klar: Auch der Handel wird vor gigantischen Umbrüchen stehen und Angebote teils dramatisch vereinfachen müssen, um gleichzeitig ein umfassendes Partnernetzwerk zu knüpfen, um dem Kunden den perfekten Service bieten zu können. Ein riesiger, aber trotzdem machbarer und definitiv spannender Spagat. Einmal mehr fand ATF-Organisatorin Antje Helpup bunte, kompetente und spannende Speaker und man darf jetzt schon auf das ATF 2020 gespannt sein – und was dann von den heutigen Plänen bereits in die Realität umgesetzt wurde. 

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