Ariel Hipercar: Hyper-Sportwagen mit 1.180 PS

Die britische Sportwagen-Schmiede Ariel Motor Company hat einen Allrad Stromer mit atemberaubender Leistung vorgestellt. Als Range-Extender fungiert ein Düsentriebwerk am Heck.

Der Ariel Hipercar ist in zwei Sekunden auf 100 km/h.| Foto Ariel Motors
Der Ariel Hipercar ist in zwei Sekunden auf 100 km/h.| Foto Ariel Motors
Thomas Kanzler

Das Unternehmen veröffentlichte weitere Details und erste Fotos des Hochleistungs-Elektro-Sportwagens Hipercar, der in Kleinserie produziert werden soll. Hipercar steht für High Performance Carbon Reduction und wird zum ersten Mal mit einer serienmäßigen Karosserie und als voll funktionsfähiger Prototyp gezeigt.

Der neue Ariel ist ein vollwertiges EV (Electric Vehicle) und wird mit Allradantrieb oder 2-Rad-Heckantrieb erhältlich sein. Das Auto basiert auf einer leichten, geklebten Aluminium-Chassisstruktur mit vorderem und hinterem Aluminium-Hilfsrahmen und einer Vollkohlefaser-Karosserie. Der Antrieb erfolgt über ein gekühltes und beheiztes Lithium-Ionen-Batteriepaket von Cosworth mit 800 Volt und 62 kWh. Die elektrische Reichweite soll ohne Range Extender 240 Kilometer im WLTP-Zyklus betragen. Die Batterie kann bei Bedarf zu Hause oder an einer herkömmlichen Ladestation aufgeladen werden.

Mit Allrad in zwei Sekunden auf 100 km/h

Der 880 kW/1180 PS starke Allrad-Hipercar beschleunigt in 2,09 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Mit vollem Torque Vectoring soll diese Zeiten noch verbessert werden, so dass Zeiten unter 2 Sekunden bis 100 km/h möglich sein sollen. Der Antrieb erfolgt über innenliegende APM-Motoren von Equipmake, einen pro Rad, mit integrierten Wechselrichtern und Einstufengetrieben direkt auf die angetriebenen Räder. Dabei entwickelt jeder einzelne Motor 220 kW (295 PS) und 450 Nm Drehmoment. Die Heckgetriebene Variante mit zwei Motoren verfügt „nur“ über 440 kW/590 PS. Als Höchstgeschwindigkeit geben die Briten 250 km/h an.

On-Board-Range-Extender in Form eines Düsentriebwerks ist ziemlich einzigartig. Das Tiebwerk wird nicht die Räder antreiben und ist mit gerade einmal 47 PS nicht besonders leistungsstark. Momentan ist es noch Benzin-betrieben, soll aber später auf Wasserstoff umgestellt werden.

Noch zu schwer

Wie bei anderen Ariel-Fahrzeugen liegt auch beim Hipercar der Schwerpunkt auf extremer Leistung bei möglichst geringem Gewicht. Nicht einfach, wenn ein Akkupaket mitgeschleppt wird. Das aktuelle Gewicht des Fahrzeugs beträgt 1.759 kg, nicht viel für einen so potenten Stromer. Trotzdem wollen die Ingenieure von Ariel das Gewich noch unter die magische 1,5 Tonnen-Grenze drücken. Die fertige Produktionsversion soll 1.499 kg wiegen.

Was bedeutet das?

Ariel arbeitet immer noch an dem Fahrzeug, so dass seine Spezifikationen nicht genau endgültig sind. Wer in den Genuss aberwitziger Beschleunigung kommen möchte, sollte schon einmal etwas Geld zur Seite legen, rund 1 Million Euro soll der Ariel Hipercar kosten und 2024 debütieren.

Printer Friendly, PDF & Email