Aral: Schnellladenetz soll zügiger ausgebaut werden

Konzern gibt Gas bei Strom und will sein Geschäftsmodell in die Zukunft retten. 500 Ladepunkte an 120 Stationen sollen bis Jahresende stehen, mit 350 kW soll Laden so schnell sein wie Tanken. E-Marke „Aral pulse“.

Säulenhalle: Das neue Design der "Strom-Schiene" bei Aral hebt sich von den fossilen Zapfstellen ab - und soll Stromziehen so schnell machen wie Spritzapfen. | Foto: Aral
Säulenhalle: Das neue Design der "Strom-Schiene" bei Aral hebt sich von den fossilen Zapfstellen ab - und soll Stromziehen so schnell machen wie Spritzapfen. | Foto: Aral
Johannes Reichel

Der Bochumer Tankstellenbetreiber Aral hat einen deutlich zügigeren Ausbau des Netzes mit ultraschnellen E-Ladesäulen  angekündigt. Unter der neuen Marke „Aral pulse“ will man bis zum Jahresende 500 Ladepunkte mit bis zu 350 Kilowatt Ladeleistung an über 120 Tankstellen in Betrieb genommen haben.

„Unser E-Angebot nimmt Fahrt auf. Wir werden die Anzahl unserer Ladepunkte in diesem Jahr verfünffachen“, verkündet Aral-Vorstand Patrick Wendeler.

Angesichts der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen sieht er die Zeit reif, auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu beschleunigen. Die "Bedeutung der Elektroautoladung für das zukünftige Geschäft" will der Bochumer Konzern auch mit der Gründung der neuen Marke Aral pulse unterstreichen, die alle Aktivitäten im Bereich E-Mobilität bündelt. Man wolle die Elektrifizierung im Verkehr mitgestalten, heißt es.

„Wir möchten unseren Kunden mit E-Fahrzeug das schnellste und gemessen an ihren hohen Ansprüchen beste Netz an Ultraschnellladesäulen in Deutschland offerieren", proklamiert Wendeler weiter.

Die Ladesäulen erhalten das neue Design und sollen sich optisch von den Tanksäulen abheben. Bereits installierte Schnelllader würden in den nächsten Wochen umgestaltet. Für Flottenkunden entwickeln die Bochumer darüber hinaus mit der Aral Fuel & Charge Karte "ganzheitliche Lösungen für die gewerbliche E-Mobilität", wie es heißt, vom Zugang zum öffentlichen Ladenetz bis hin zum Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur und einer App.

Non-stop von Bochum nach Hamburg

Bis Ende Februar hat das Unternehmen bisher rund 100 Ladepunkte an 25 Tankstellen in Eigenregie in Betrieb. Sie operieren mit 100 Prozent Ökostrom und verfügen je nach Standort über eine Ladeleistung von bis zu 300 oder 350 Kilowatt. Damit könne ein entsprechend geeignetes Fahrzeug innerhalb von zehn Minuten Strom für eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern laden, eine Non-Stop-Fahrt von Bochum nach Hamburg. Das Laden geht damit in etwa so schnell wie das Tanken an der Zapfsäule, schwärmt der Tankstellenbetreiber.

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