Apple iCar: Kooperation mit Kia?

Nach einem Medienbericht von Bloomberg unter Berufung auf die südkoreanische Tageszeitung "DongA Ilbo", die keine Quelle genannt habe, plant Apple, 3,6 Milliarden Dollar in eine Partnerschaft mit Kia zu investieren, um das iCar im US-Bundesstaat Georgia zu bauen.

Apple scheint das iCar ab 2024 mit Kia in Georgia bauen zu wollen. | Foto: Alexandr Bormotin/unsplash
Apple scheint das iCar ab 2024 mit Kia in Georgia bauen zu wollen. | Foto: Alexandr Bormotin/unsplash
Gregor Soller

Der Startschuss soll 2024 fallen: Dann soll in Georgia das erste iCar vom Band laufen. Dafür investiert der Konzern 3,6 Milliarden US-Dollar in eine Kooperation mit dem südkoreanischen Hersteller Kia, um autonome Elektroautos zu bauen. Das berichtet das US-Nachrichtenunternehmen Bloomberg unter Berufung auf die südkoreanische Tageszeitung "DongA Ilbo", die keine Quelle genannt habe. Der Aktienkurs der Hyundai-Tochter Kia sei daraufhin um 14,5 Prozent gestiegen. Beide Unternehmen wollen demnach am 17. Februar einen Kooperationsvertrag unterzeichnen. Die gemeinsame Produktion des Apple Cars soll 2024 in Kias Fabrik im US-Bundesstaat Georgia starten, heiße es in der Zeitung. Das Produktionsziel soll zunächst 100.000 Fahrzeuge im Jahr betragen. Anfang Januar hatte die Kia-Mutter Hyundai Gespräche mit Apple über eine E-Auto-Partnerschaft bestätigt.

Aktienanalysten sehen den Deal aber nicht nur positiv, denn das bisherige Apple-Business mit iPhones, iPads, Rechnern und Software ist deutlich margenstärker als das Fahrzeuggeschäft. Auch das Thema „autonomes Fahren“ – auch im Zusammenhang mit Public Transport ist noch lange nicht soweit, das zuverlässig schwarze Zahlen erwartet werden.

Was bedeutet das?

Nach wie vor verwundert es etwas, weshalb sich Apple so aufwendige und eher margenschwache „Devices“ wie Fahrzeuge ans Bein binden möchte. Zwar kann Kia sicher die Plattform und Produktionsmöglichkeiten liefern, trotzdem bleibt die Frage nach dem Businessmodell ab 2024.

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